Radsport-Wetten online in Österreich – Anbieter, Regeln, Märkte
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Wer in Österreich auf Radsport wetten will, trifft auf eine ungewöhnliche Rechtslage: Sportwetten sind kein Glücksspiel im Sinne des Bundes, sondern Sache der neun Bundesländer. Jedes Land hat sein eigenes Wettgesetz und seine eigene Bewilligungsbehörde, eine nationale Lizenz und eine zentrale Liste der Buchmacher gibt es nicht. Dazu kommt die Wettgebühr von fünf Prozent, die seit April 2025 auf jeden Einsatz fällig wird. Wer das verstanden hat, kann Anbieter, Quoten und Märkte besser einordnen. Diese Seite führt durch genau diese Punkte: die Wettmöglichkeiten bei Etappenrennen und Eintagesklassikern, die Rechtslage je Bundesland, den Spielerschutz und das Angebot von zehn Wettanbietern, die in den Vergleich gehören.
Stand: 6. November 2026 | Geprüft gegen die Wettordnungen und Impressen der genannten Anbieter.

Die besten Wettanbieter für Radsport in Österreich
Wer auf Straßenrennen, Eintagesrennt oder die großen Rundfahrten wettet, braucht vor allem zwei Dinge: ein vollständiges Wettprogramm mit Etappen- und Trikotwetten sowie Quoten, die nicht durch eine überzogene Marge auffallen. Die folgende Tabelle zeigt, welche Anbieter in Österreich eine Bewilligung eines Bundeslandes nennen und welche ohne österreichische Bewilligung arbeiten.
| Anbieter | Bewilligungsstatus in Österreich | Lizenz laut Eigenangabe |
|---|---|---|
| tipp3 | Bewilligung Niederösterreich | NÖ Landesregierung, Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020 |
| win2day | Bewilligung Niederösterreich | NÖ Landesregierung, identische Bescheidnummer wie tipp3 |
| Admiral | Bewilligung Oberösterreich | Oö. Wettgesetz, ADMIRAL Sportwetten GmbH |
| Merkur Bets | Bewilligung in einem Bundesland, vom Anbieter nicht konkret benannt | nicht öffentlich genannt |
| Starsportwetten | Bewilligung in einem Bundesland, vom Anbieter nicht konkret benannt | nicht öffentlich genannt |
| Vierklee | Bewilligung Tirol | Tiroler Landesregierung, Zl. IIa.10.065/144-0 |
| Jack | ohne österreichische Bewilligung | Curaçao Gaming Authority |
| 22Bet | ohne österreichische Bewilligung | Curaçao |
| Dragonia | ohne österreichische Bewilligung | Anjouan |
| bwin | ohne österreichische Bewilligung | Malta Gaming Authority |
Die ersten sechs Anbieter nennen eine Bewilligung nach einem Landeswettgesetz, die übrigen vier nicht. Für österreichische Wettkunden bedeutet das: bei Marken mit Land-Bewilligung gilt das österreichische Recht direkt, bei Marken ohne ist die Rechtslage vom Einzelfall und vom Sitz des Servers abhängig.
Grundlagen: Was beim Radsport gewettet wird
Radsport ist mehr als die Tour de France. Das Wettangebot auf Rennrad, Bahn, Mountainbike, Cyclocross, BMX und Kunstradfahren gehört alles dazu. Bei den Buchmachern stehen aber fast ausschließlich Straßenrennen im Programm: Eintagesrennen, die drei Grand Tours und die Frühjahrsklassiker. Wer auf die großen Rundfahrten setzt, hat die größte Auswahl an Märkten, bei kleineren Rennen schrumpft das Angebot schnell.

Bei Etappenrennen wie Tour de France, Giro d’Italia und Vuelta a España wetten häufig Wettkunden auf den Gesamtsieger, den Etappensieger, die Trikotwertungen und das Head-to-Head-Duell zweier Fahrer. Bei Eintagesrennen wie Mailand–San Remo, Paris–Roubaix oder Lüttich–Bastogne–Lüttich steht nur der Tagessieg zur Wahl, dafür oft mit einem erweiterten Head-to-Head-Angebot und vereinzelt mit Spezialwetten auf das Rennergebnis aus Sicht eines Teams. Livewetten während einer Etappe sind ein eigenes Thema, das jedes Bundesland anders behandelt.
Die Tour de France ist das Radrennen, das weltweit am meisten Aufmerksamkeit erhält. Erstmals 1903 ausgetragen, mit Start am 1. Juli in Montgeron bei Paris, ist sie heute eine dreiwöchige Werbeveranstaltung mit meist zwanzig Etappen und etwa 21 bis 22 Profimannschaften, darunter 18 UCI WorldTeams. Veranstalter ist seit 1992 die Amaury Sport Organisation (ASO). Die Teams bestehen seit 2018 aus acht Fahrern, davor waren es neun. Diese Zahl allein entscheidet noch nichts, sie erklärt aber, warum Helfer heute knapper gesetzt werden und Ausreißer weniger leicht durchkommen als früher.
Das Gelbe Trikot, eingeführt 1919 von Desgrange, steht für den Gesamtsieg. Das Gepunktete Trikot für die Bergwertung, das Grüne Trikot für die Punktewertung und das Weiße Trikot für die Nachwuchswertung sind eigene Wettmärkte. Erik Zabel gewann das Grüne Trikot sechs Mal, eine Marke, an der sich Rekorde messen lassen. Bei den Rekord-Gesamtsiegen der Tour führt eine Reihe Fahrer mit je fünf Siegen: Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault, Miguel Indurain und Tadej Pogačar. Pogačar holte den Gesamtsieg 2020, 2021 und von 2024 bis 2026.
Eintagesrennen und Grand Tours im Überblick
Das erste Eintagesrennen im Radsport fand am 8. Dezember 1867 in Paris statt, rund 100 Starter über etwa 23 km in Richtung Versailles. Das erste Etappenrennen war die Tour de France 1903. Diese Daten stehen am Anfang jeder Radsporthistorie und bilden den Rahmen für alles, was im Wettkatalog folgt. Bei den Frühjahrsklassikern reicht die Geschichte ähnlich weit zurück: Lüttich–Bastogne–Lüttich (seit 1892), Paris–Roubaix (seit 1896) und Mailand–San Remo (seit 1907) gehören zu den sogenannten Monumenten des Radsports.
Die Grand Tours im Straßenradsport sind heute genau drei: die Tour de France (jährlich im Juli), der Giro d’Italia (in der Regel jährlich im Mai) und die Vuelta a España (seit Mitte der 1990er-Jahre im September). Sie sind die einzigen Straßenrennen, die drei Wochen lang dauern dürfen. Wer eine Wette auf den Gesamtsieg einer Grand Tour platziert, bindet sein Geld oft über drei Wochen und sieht, wie sich die Quote täglich verändert.
Die UCI WorldTour wird seit dem Jahr 2011 vom Radsport-Weltverband UCI veranstaltet und ist die Nachfolgeserie der gescheiterten UCI ProTour. Sie umfasst in der aktuellen Saison 36 Rennen und bildet die höchste Liga des Straßenradsports. Wer bei einem Buchmacher auf Radsport wetten will, findet hier das dichteste Angebot: alle drei Grand Tours, alle fünf Monumente des Radsports und die meisten WorldTour-Eintagesrennen.
Rechtslage in Österreich: Warum es keine nationale Lizenz gibt
In Österreich ist Sportwetten kein Glücksspiel im Sinne des Bundes. Der Verwaltungsgerichtshof hat das im Erkenntnis vom 2. Juli 2015 (Ro 2015/16/0019) festgestellt. Damit fällt die klassische Sportwette nicht unter das Glücksspielgesetz (GSpG) und damit auch nicht unter die Aufsicht des BMF oder des Finanzministeriums. Es gibt folglich keine bundesweite Konzession, keine nationale Behörde und keine zentrale Liste der Buchmacher für Sportwetten.

Die Bewilligung kommt vom jeweiligen Bundesland. Jedes der neun Bundesländer hat sein eigenes Wettgesetz. Niederösterreich regelt das im NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020), die Bewilligung erteilt die NÖ Landesregierung. Wien hat das Wiener Wettengesetz (LGBl. Nr. 26/2016), zuständig ist der Magistrat. Oberösterreich hat sein eigenes Oö. Wettgesetz. tipp3 (Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H.) nennt im Impressum eine Bewilligung der NÖ Landesregierung mit Bescheid vom 10. Dezember 2020, Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020. win2day (Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH) nennt für den Sportwetten-Teil eine Bewilligung derselben Landesregierung mit derselben Bescheidnummer, weist aber ausdrücklich darauf hin, dass die Sportwetten nicht dem Glücksspielgesetz unterliegen. Wichtig: win2days Lotterie- und Casinoangebot läuft unter der bundesweiten GSpG-Konzession, das ist ein anderes Regime.
Für Online-Wetten ist der entscheidende Punkt laut VwGH (9. April 2026, Ra 2025/02/0037) der Ort, von dem aus der Anbieter die Daten bereitstellt. Das heißt: die Land-Bewilligung gilt für Anbieter, deren Server im jeweiligen Bundesland stehen. Steht der Server im Ausland, fällt der Anbieter nach dieser Lesart nicht unter das betreffende Landesgesetz. Das macht die Rechtslage für ausländische Anbieter kompliziert, aber nicht zwingend ungesetzlich.
Was darf gewettet werden? Die Landgesetze erlauben Wetten auf sportliche Veranstaltungen. Wetten auf Politik oder TV-Shows sind nach BMF-Auffassung in der Regel nicht zulässig. Was unter „sportliche Veranstaltung“ fällt, ist nicht abschließend geklärt. Wetten auf virtuelle oder aufgezeichnete Rennen gelten als Glücksspiel, nicht als Sportwette, und können daher nicht von einem Land bewilligt werden. Bei E-Sport ist die Lage nicht abschließend geklärt, hier sollte man sich vor einer Wette über die Bedingungen des Anbieters informieren.
Livewetten: jede Land hat eigene Regeln
Livewetten während einer Etappe sind in Österreich nicht einheitlich geregelt. Wien erlaubt Livewetten nur auf Teilergebnisse oder das Endergebnis (Fassung von 2020). Oberösterreich erlaubt Livewetten nur auf einen numerischen Zwischenstand oder das Endergebnis oder darauf, wer als nächstes punktet (Fassung von 2021). Für Niederösterreich ist die aktuelle Regelung nicht abschließend dokumentiert. Wer in Österreich live auf eine Etappe der Tour de France wetten will, sollte prüfen, welche Regeln im eigenen Bundesland gelten. Eine pauschale Aussage „in Österreich sind Livewetten verboten“ oder „in Österreich sind Livewetten erlaubt“ trifft nicht zu.
Einsatzlimits unterscheiden sich ebenfalls je nach Bundesland. In Oberösterreich und Niederösterreich liegt die Obergrenze bei 500 € pro Wette, in Wien bei 50 € pro Wette an Terminals ohne Schalter. Für Online-Wetten an anderen Standorten ist die Regelung nicht abschließend dokumentiert.
Wettgebühr: fünf Prozent auf den Einsatz
Seit dem 1. April 2025 unterliegen alle Einsätze auf Sportwetten in Österreich einer Wettgebühr von fünf Prozent. Die Rechtsgrundlage ist § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG in der Fassung BGBl. I Nr. 7/2025. Von 2005 bis März 2025 lag der Satz bei zwei Prozent. Die Gebühr wird vom Einsatz berechnet, nicht vom Gewinn, und sie wird von demjenigen geschuldet, der die Wette gewerblich abschließt oder vermittelt. Das ist der Buchmacher, nicht der Wettkunde. Die Gebühr fällt auch auf Wetten an, die von Österreich aus bei einem im Ausland sitzenden Anbieter platziert werden. Zahlung der Gebühr ist kein Nachweis einer österreichischen Bewilligung.
Wie der Anbieter die Gebühr an den Kunden weitergibt, ist seine Entscheidung. tipp3 gibt an, die Gebühr bei verlorenen Wetten selbst zu tragen, und bei gewonnenen Wetten fünf Prozent vom Gewinn abzuziehen. Bei anderen Anbietern kann die Gebühr in die Quote eingepreist sein oder direkt vom Einsatz abgezogen werden. Der Bundesfinanzgerichtshof hat am 12. Mai 2026 (RV/7100519/2026) die Beschwerde eines Buchmachers gegen die fünf Prozent abgewiesen. Die Gebühr ist also fix.
Spielerschutz und Limits in Österreich
Ein landesweites Spielersperrregister für Sportwetten gibt es in Österreich nicht. Die Selbstsperre ist je Anbieter und je Bundesland geregelt, nicht zentral. Wer sich bei tipp3 selbst sperren will, kann zwischen einer Spielpause von einem, drei oder sechs Monaten wählen, das Guthaben bleibt im Konto, oder einer Selbstsperre von einem, zwei oder drei Jahren, dann wird das Guthaben auf das verknüpfte Bankkonto überwiesen. Beide Sperren sind nach Beginn nicht mehr aufhebbar. Bei win2day gilt: bis zum Alter von 26 Jahren maximal 250 € Einzahlung pro Woche (Freitag bis Donnerstag), ab 26 Jahren maximal 1.680 € pro Kalendermonat. Auf Antrag kann das Limit individuell erhöht werden. Gewinne zählen nicht zum Limit.
Eine gesetzliche Pflicht der Anbieter, Einzahlungslimit anzubieten, gibt es für Sportwetten nicht. Die in Steiermark und Niederösterreich 2025 eingebrachten Oppositionsanträge für ein verpflichtendes Limit wurden nicht beschlossen. Das Glücksspielreformgesetz 2026, Stand 14. Oktober 2026 noch im Entwurf, schafft zwar ein Sperrregister und ein Limitregister, beides gilt aber für GSpG-Glücksspiel, nicht für Sportwetten. Sportwetten sind in beiden Registern nicht enthalten.
Das gesetzliche Mindestalter für Sportwetten liegt bei 18 Jahren (Wien, Oberösterreich; Anbieter nennen es selbst). Wer Minderjährige vom Wetten abhalten will, findet beim Anbieter die nötigen Altersprüfungen, ein zentrales Melderegister gibt es nicht. Hilfe bei Spielsucht bietet in Österreich die Plattform playsponsible.at, eine gemeinsame Initiative der heimischen Anbieter.
Buchmacher-Lizenzen im Vergleich
Lizenzen sind in Österreich Land-Sache. Eine nationale Sportwetten-Lizenz existiert nicht, daher gibt es auch keine zentrale Liste der Buchmacher. Wer prüfen will, ob ein Anbieter eine Bewilligung hat, muss das Impressum und die Wettordnung des Anbieters lesen. tipp3 nennt eine Bewilligung der NÖ Landesregierung, Bescheid vom 10. Dezember 2020, Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020. win2day nennt für seine Sportwetten dieselbe Bewilligung. Vierklee nennt im Impressum die Buchmacherlizenz IIa.10.065/144-0 des Amtes der Tiroler Landesregierung und verweist auf das Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz als anwendbare Rechtsvorschrift.
Bei Admiral steht die Bewilligung nach dem Oö. Wettgesetz. Bei Merkur Bets und Starsportwetten ist die Bewilligung in einem Bundesland gegeben, der Anbieter nennt das Bundesland und den Bescheid aber nicht öffentlich. Bei Jack ist die Lizenz laut Eigenangabe die der Curaçao Gaming Authority (Lizenznummer OGL/2024/1562/1139, ausgestellt am 15. Mai 2026). 22Bet nennt eine Curaçao-Lizenz. Dragonia eine Lizenz aus Anjouan. bwin eine Lizenz der Malta Gaming Authority (MGA/CRP/688/2019). Keine dieser ausländischen Lizenzen ist eine österreichische Bewilligung.
Für österreichische Wettkunden bedeutet das: bei Marken mit Land-Bewilligung gilt österreichisches Recht direkt, Streitfälle werden vor österreichische Behörden und Gerichte getragen. Bei Marken ohne Land-Bewilligung ist die Rechtslage vom Einzelfall abhängig und vom Server-Standort des Anbieters. Wer mit einer ausländischen Marke ein Problem hat, kann sich nicht an eine österreichische Behörde wenden. Es gibt auch keine österreichische Selbstsperre, die bei einem ausländischen Anbieter greift.
Anbieter im Vergleich: Wer eignet sich für wen?
Die folgende Übersicht ordnet die zehn Anbieter nach ihrem Profil ein. Die Reihenfolge folgt der Liste des Anbieters und gruppiert nach Bewilligungsstatus. Eine Bewertung am Ende jedes Blocks zieht ein Fazit.
tipp3
tipp3 ist die Sportwetten-Marke der Österreichischen Sportwetten Gesellschaft m.b.H. mit Sitz in Wien. Die Bewilligung der NÖ Landesregierung mit Bescheid vom 10. Dezember 2020, Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020, ist die Grundlage des Angebots. tipp3 trägt die Wettgebühr bei verlorenen Wetten selbst und zieht bei gewonnenen Wetten fünf Prozent vom Gewinn ab. Das Spielerschutz-Angebot umfasst eine Spielpause von einem, drei oder sechs Monaten sowie eine Selbstsperre von einem, zwei oder drei Jahren. Beide Sperren sind nach Beginn nicht aufhebbar, das verlangt vom Wettkunden eine bewusste Entscheidung.
tipp3 richtet sich an Wettkunden, die einen in Österreich bewilligten Anbieter mit klaren Spielerschutz-Regeln suchen. Das Programm deckt die Tour de France und die anderen Grand Tours ab, das Radsport-Angebot ist solide, aber nicht das breiteste im Vergleich. Wer einen bewährten, österreichisch bewilligten Anbieter mit klarer Wettgebühr-Regelung sucht, ist hier richtig.
win2day
win2day ist die Sportwetten-Marke der Österreichischen Lotterien Gesellschaft mbH. Für die Sportwetten nennt der Anbieter eine Bewilligung der NÖ Landesregierung mit der Bescheidnummer IVW1-Wett-47/001-2020. Das Sportwetten-Angebot ist nicht dem Glücksspielgesetz unterstellt. Für die Lotterie- und Casino-Angebote von win2day gilt die bundesweite GSpG-Konzession, ein anderes Regime. Die Programme umfassen Einzelwetten, Kombiwetten, Langzeitwetten und Livewetten, als Sportarten nennt win2day Fußball, Eishockey, Tennis, Handball und Formel 1. Das Radsport-Angebot ist im Programm, aber die genannten Hauptsportarten sind andere.
win2day hat ein klares Einzahlungslimit: bis 26 Jahre 250 € pro Woche, ab 26 Jahren 1.680 € pro Kalendermonat. Das Limit ist individuell auf Antrag erhöhbar, Gewinne zählen nicht zum Limit. Wer einen Anbieter mit klar definierten Einzahlungslimits und einer österreichischen Bewilligung sucht, ist hier richtig. Wer ausschließlich auf Radsport wetten will, findet das Programm, aber Fußball und Eishockey stehen im Vordergrund.
Admiral
Admiral gehört zur ADMIRAL Sportwetten GmbH mit Sitz in Gumpoldskirchen, die historisch zur Novomatic-Gruppe gehörte. Das Unternehmen wurde von Walter Grubmüller gegründet und war von 2001 bis 2006 an der Wiener Börse notiert. Die Bewilligung beruht auf dem Oö. Wettgesetz. Admiral betreibt in Österreich ein dichtes Netz an Wettannahmestellen und bietet das Programm auch online an.
Admiral passt zu Wettkunden, die einen Anbieter mit langer Marktpräsenz in Österreich und stationärem Angebot suchen. Das Online-Angebot deckt die Standard-Rennen ab, bei Spezialmärkten kann das Programm dünner ausfallen als bei reinen Online-Anbietern. Für klassische Tour-Wetten ist das Angebot ausreichend.
Merkur Bets
Merkur Bets ist die österreichische Sportwetten-Marke der Merkur Group, früher bekannt als Cashpoint mit Sitz in Gerasdorf bei Wien, gegründet 1996. Seit Juni 2025 tritt die Marke unter Merkur Bets auf. Eine Bewilligung in einem österreichischen Bundesland wird vom Anbieter genannt, das konkrete Bundesland und der Bescheid sind aber nicht öffentlich dokumentiert. Der Anbieter selbst ist in den verfügbaren Quellen nicht eindeutig benannt.
Merkur Bets eignet sich für Wettkunden, die einen Anbieter mit österreichischer Bewilligung und langer Marktpräsenz suchen. Das Programm deckt die Standard-Rennen ab. Wer den Anbieter wechseln will, etwa weg von Cashpoint, findet den Markenwechsel bereits vollzogen, die Kontenübernahme sollte vor der ersten Wette geprüft werden.
Starsportwetten
Starsportwetten wird von der Star Sportwetten GmbH betrieben. Der Anbieter nennt eine Bewilligung in einem österreichischen Bundesland, ohne das Bundesland oder den Bescheid öffentlich zu machen. Das Sportwettenangebot umfasst laut App-Beschreibung Fußball, Eishockey, Basketball, Tennis, Handball, American Football, Baseball, Volleyball, Rugby und Darts, mit über 200 Fußballligen aus mehr als 80 Ländern und bis zu 10.000 Live-Spiele pro Monat. Radsport gehört zum Standardprogramm.
Starsportwetten passt zu Wettkunden, die einen Anbieter mit großem Fußball- und Live-Programm suchen und Radsport als Teil des Gesamtangebots verstehen. Wer ein rein auf Radsport fokussiertes Programm sucht, ist hier nicht optimal aufgehoben. Die Breite des Angebots ist die Stärke.
Vierklee
Vierklee wird von der Vierklee Wettbüro GmbH betrieben und nennt im Impressum die Buchmacherlizenz IIa.10.065/144-0 des Amtes der Tiroler Landesregierung. Anwendbare Rechtsvorschrift ist das Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz. Die Bewilligung ist klar dokumentiert, das ist im Vergleich selten.
Vierklee eignet sich für Wettkunden, die einen Anbieter mit klar dokumentierter Tiroler Bewilligung suchen und das Tiroler Wettgesetz als Rahmen akzeptieren. Das Programm deckt die üblichen Renmen ab, die Spezialisierung auf Radsport ist nicht erkennbar.
Jack
Jack wird von Data Link Digital B.V. betrieben, einer in Curaçao eingetragenen Gesellschaft mit der Firmennummer 164124. Lizenziert ist der Anbieter nach Eigenangabe durch die Curaçao Gaming Authority mit der Lizenznummer OGL/2024/1562/1139, ausgestellt am 15. Mai 2026. Eine österreichische Bewilligung liegt nicht vor. Die Rechtslage bei einem Curaçao-Anbieter hängt vom Land-Sitz des Servers ab und ist nicht abschließend geklärt.
Jack richtet sich an Wettkunden, die einen Anbieter ohne österreichische Bewilligung akzeptieren und mit einer Curaçao-Lizenz vorliebnehmen. Das Programm ist breit, die Boni sind oft großzügiger als bei österreichischen Anbietern. Wer mit einem ausländischen Anbieter ein Problem hat, kann sich nicht an eine österreichische Behörde wenden, und eine österreichische Selbstsperre greift nicht. Der hohe Bonus gleicht das nicht aus.
22Bet
22Bet nennt eine Lizenz aus Curaçao. Eine österreichische Bewilligung liegt nicht vor. Das Sportangebot reicht von Fußball, Tennis, Basketball und Eishockey bis zu Cricket, Snooker, Curling und Formel 1. Dazu kommen Sonderwetten, Livewetten, virtueller Sport und E-Sport. Radsport ist Teil des Programms, der Schwerpunkt liegt aber auf Fußball und den nordamerikanischen Ligen.
22Bet passt zu Wettkunden, die einen Anbieter mit besonders breitem Sportangebot suchen und keine österreichische Bewilligung brauchen. Wer in Österreich wettet, sollte sich bewusst sein, dass die Rechtslage vom Server-Standort abhängt und Streitigkeiten mit dem Anbieter nicht vor österreichische Gerichte getragen werden können.
Dragonia
Dragonia nennt eine Lizenz aus Anjouan. Eine österreichische Bewilligung liegt nicht vor. Der Sport-Willkommensbonus liegt bei 100 % der ersten Einzahlung bis 100 €, mit einer Mindesteinzahlung von 20 €. Für Wettkunden aus Österreich, Deutschland, Finnland, Norwegen und der Schweiz ist der maximale Bonus mit 200 € angegeben. Die genauen Umsatzbedingungen sind in den AGB zu prüfen, hier helfen keine Schätzungen.
Dragonia eignet sich für Wettkunden, die einen Bonus von bis zu 200 € suchen und mit einer Lizenz aus Anjouan vorliebnehmen. Wer eine österreichische Bewilligung erwartet, ist hier falsch. Der Bonus allein macht den Anbieter nicht zur besseren Wahl, die Umsatzbedingungen entscheiden.
bwin
bwin nennt eine Lizenz der Malta Gaming Authority (MGA/CRP/688/2019). Eine österreichische Bewilligung liegt nicht vor. bwin bietet einen Wett-Konfigurator, eine Wette aus mindestens zwei Teilwetten innerhalb eines einzelnen Ereignisses, dessen Quote sich nach dem Zusammenhang der Teilwetten richtet. Der Konfigurator ist nur für ausgewählte Sportarten verfügbar und nicht für die Funktion „Wette bearbeiten“ zugelassen. Wird eine Teilwette ungültig, ist die gesamte Konfigurator-Wette ungültig.
bwin richtet sich an Wettkunden, die einen etablierten europäischen Anbieter mit MGA-Lizenz suchen und die Spielmechanik des Konfigurators zu schätzen wissen. Radsport ist im Programm, der Konfigulator ist für Etappenrennen eingeschränkt verfügbar. Wer eine österreichische Bewilligung erwartet, ist falsch. Der MGA-Rahmen bietet eine gewisse Aufsicht, aber keinen österreichischen Anlaufpunkt bei Streit.
Marge und Quote: Was der Buchmacher wirklich nimmt
Jede Wette hat eine Marge. Sie ist der Anteil, den der Buchmacher vom Umsatz einbehält, ausgedrückt als Differenz zwischen 100 Prozent und der Auszahlungsquote. Für einen Zwei-Wege-Markt mit beiden Quoten bei 1,90 errechnet sich die Auszahlungsquote als Kehrwert von (1/1,90 + 1/1,90), also 0,95. Die Marge liegt bei fünf Prozent. Bei 2,00 auf beiden Seiten läge die Marge bei null Prozent, das ist in der Praxis nie der Fall. Bei 1,85 auf beiden Seiten läge die Marge bei rund acht Prozent.
Eine Marge von fünf Prozent ist für einen Zwei-Wege-Markt solide. Viele Buchmacher liegen bei Standardmärkten zwischen vier und sechs Prozent. Bei Nischenrennen oder Spezialwetten auf Trikotwertungen und Head-to-Head-Duelle kann die Marge deutlich höher liegen, acht bis zwölf Prozent sind keine Seltenheit. Wer auf Radsport wettet, sollte die Quoten vergleichen, gerade bei Märkten, die nur ein Anbieter im Programm hat.
Die Wettgebühr von fünf Prozent auf den Einsatz ist nicht in der Marge enthalten. Sie kommt zusätzlich auf den Einsatz. Wenn ein Anbieter die Gebühr nicht selbst trägt, schmälert sie effektiv die Auszahlung. Bei einer Quote von 2,00 ohne Marge und einer Wettgebühr von fünf Prozent, die der Kunde trägt, liegt der reale Erlös bei rund 1,90. Die Marge des Marktes und die Wettgebühr sind zwei verschiedene Größen und schmälern den Erlös auf unterschiedliche Weise.
Wetten auf die Tour de France: Was 2025/26 im Programm stand
Wer auf die Tour de France wettet, hat das breiteste Programm aller Straßenrennen. Bei der Tour de France 2025 listete win2day Sportwetten folgende Wettarten: Siegerwette auf den Gesamtsieger, Etappensiegerwette für jede der 21 Etappen, Trikotwetten auf das Bergtrikot, das Grüne Trikot und das Weiße Trikot für Fahrer unter 25, Head-to-Head-Duelle und Livewetten während der Etappen. Dieses Schema gilt für die meisten Buchmacher in ähnlicher Form.
Felix Gall, der zur Tour 2025 als „Geheimfavorit“ beschrieben wurde, Achter der Tour 2023, Zielsetzung Top 10, war auch 2026 im Programm. Bei der Vuelta 2026 wurde er Gesamtdritter, 2:44 hinter Sieger Enric Mas, und war damit der erste Österreicher auf dem Podium der Vuelta. Davor war er beim Giro d’Italia 2026 Zweiter. Vor Gall stand mit Adolf Christian (Dritter bei der Tour de France 1957) nur ein weiterer Österreicher auf dem Podium einer Grand Tour. Bei der Vuelta 2026 schied Tadej Pogačar nach einem Sturz auf der achten Etappe aus. Diese Rennverläufe entscheiden über die Quoten bei Livewetten, sie zeigen auch, wie schnell sich eine Wette auf den Gesamtsieg drehen kann.
Livewetten während einer Etappe
Livewetten auf eine Etappe funktionieren grundsätzlich wie Livewetten auf ein Fußballspiel, nur dichter und mit mehr Variablen. Ausreißer, Wind, Sturz, Defekt und Mannschaftstaktik verändern die Quoten minütlich. Das Tempo macht Livewetten riskant, gerade für Wettkunden, die das Renngeschehen nicht aktiv verfolgen. Wer live wetten will, sollte das Renngeschehen auf einem zweiten Bildschirm verfolgen und nicht nebenbei.
Für österreichische Wettkunden kommt die Land-Rechtslage hinzu. Livewetten sind nicht in allen Bundesländern gleich erlaubt, das wurde bereits dargestellt. Wer in Wien wettet, hat eine andere Livewetten-Auswahl als in Oberösterreich. Vor einer Livewette auf eine Etappe sollte das eigene Wettverhalten zur Rechtslage passen.
Quoten, Kombiwetten und Konfiguratoren
Bei Kombiwetten werden die Quoten der Einzelwetten multipliziert. Drei Wetten zu 2,00, 1,80 und 2,50 ergeben eine Kombiquote von 9,00. Der Reiz ist offensichtlich: aus kleinen Einsätzen werden hohe potenzielle Gewinne. Das Problem ist die implizite Marge: jede Einzelwette hat ihre eigene Marge, in der Kombi multiplizieren sich die Margen. Eine typische Dreier-Kombi hat eine implizite Marge von 12 bis 15 Prozent, das ist deutlich über dem Niveau einer Einzelwette.
Der bwin-Konfigurator funktioniert anders: er kombiniert mehrere Märkte innerhalb eines einzelnen Ereignisses, etwa „Pogačar gewinnt Etappe und gewinnt das Bergtrikot“. Die Quote ergibt sich aus dem Zusammenhang der Teilwetten. Wird eine Teilwette ungültig, ist die gesamte Konfigurator-Wette ungültig. Das Konzept ist eine Mischung aus Kombiwette und Spezialwette.
Bei Langzeitwetten auf den Gesamtsieger einer Grand Tour liegt die Quote vor dem Start bei Favoriten wie Pogačar oder Vingegaard typisch zwischen 1,80 und 3,00, bei Außenseitern schnell im zweistelligen Bereich. Die Marge ist bei Langzeitwetten oft am höchsten, weil der Markt illiquide ist. Wer auf den Gesamtsieger setzt, vergleicht die Quoten vor allem bei den Top-Anbietern und prüft die Konditionen auf Änderungen nach dem Start.
Häufige Fragen
Welche Wettarten gibt es beim Radsport?
Beim Radsport wird auf Gesamtsieger, Etappensieger, Trikotwertungen und Head-to-Head-Duelle gewettet. Bei Grand Tours kommen Langzeitwetten auf den Gesamtsieger und Etappensiegerwetten für jede der rund 20 Etappen dazu. Spezialwetten auf das Bergtrikot, das Grüne Trikot und das Weiße Trikot sind bei großen Rundfahrten Standard. Livewetten sind während der Etappen möglich, je nach Anbieter und Bundesland.
Wie berechnet sich die Auszahlung einer Langzeitwette?
Die Auszahlung ist Einsatz mal Quote. Bei 50 € Einsatz und einer Quote von 4,00 auf den Gesamtsieg ergibt sich eine Brutto-Auszahlung von 200 €, der Reingewinn liegt bei 150 €. Bei einer Kombiwette werden die Quoten multipliziert, aus drei Quoten wird eine kombinierte Quote. Bei einem Ausstieg nach Sturz während der Etappe gilt die Wette als verloren, sofern der Anbieter keine Sonderregelung vorsieht.
Welche Grenzen setzen die Wettgesetze der Bundesländer für Livewetten?
Wien erlaubt Livewetten nur auf Teilergebnisse oder das Endergebnis, Oberösterreich nur auf einen numerischen Zwischenstand, das Endergebnis oder den nächsten Punktgewinn. In Oberösterreich und Niederösterreich liegt der Maximaleinsatz bei 500 € pro Wette, in Wien bei 50 € pro Wette an Terminals ohne Schalter. Für Online-Wetten an anderen Standorten ist die Regelung nicht abschließend dokumentiert.
Wer trägt die Wettgebühr von 5 Prozent?
Die Wettgebühr wird vom Buchmacher geschuldet, der die Wette gewerblich abschließt oder vermittelt. Das ist der Anbieter, nicht der Wettkunde. Wie der Anbieter die Gebühr weitergibt, ist seine Entscheidung. tipp3 trägt die Gebühr bei verlorenen Wetten selbst und zieht bei gewonnenen Wetten fünf Prozent vom Gewinn ab. Andere Anbieter können die Gebühr in die Quote einpreisen oder vom Einsatz abziehen.
Wer erteilt die Bewilligung für Wettanbieter in Österreich?
In Österreich gibt es keine nationale Bewilligung. Jedes der neun Bundesländer hat sein eigenes Wettgesetz und seine eigene Bewilligungsbehörde. Die NÖ Landesregierung bewilligt nach dem NÖ Wettgesetz, der Magistrat Wien nach dem Wiener Wettengesetz, die Oö. Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz. Die Bewilligung gilt für Anbieter, deren Server im jeweiligen Bundesland steht. Für ausländische Anbieter ist die Rechtslage vom Einzelfall abhängig.
Welche Rolle spielen Streckenprofil und Teamstärke bei der Quote?
Streckenprofil und Teamstärke sind die wichtigsten Preisfaktoren bei Radsportwetten. Ein Bergprofil begünstigt Kletterer, ein Flachprofil Sprinter, ein Zeitfahren die Spezialisten. Die Teamstärke entscheidet, ob ein Fahrer Unterstützung im Wind hat oder allein fahren muss. Die Quote des Buchmachers spiegelt diese Einschätzung wider, die Marge ist der Anteil, den der Buchmacher vom Umsatz einbehält. Bei einer Quote von 1,90 auf beide Seiten liegt die Marge bei rund fünf Prozent.
Sportarten – Wettanbieter ohne Wettsteuer
Inhalt erstellt vom Team «Wettanbieter ohne Wettsteuer»
