Wetten in Österreich heute – wer anbietet, was kostet es, wer passt zu wem

Updated November 2026
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Aktualisiert am 6. November 2026; Lizenzangaben und Konditionen geprüft gegen die jeweiligen Anbieter­seiten und die NÖ Wettgesetz-Landesregierung.

Ein Notizbuch mit handschriftlichen Notizen liegt neben einem Bleistift und einer Tasse Tee auf einem Schreibtisch am Fenster.
Einzelwetten sind bei tipp3 erst ab einer Quote von 1,06 erlaubt; in einer Kombiwette lassen sich 3 bis 10 Tipps verbinden.

Wer an einem Spieltag in Österreich seinen Tipp abgeben will, da landet rasch in einer Landschaft, die anders geschnitten ist als in den meisten europäischen Märkten. Es gibt keine nationale Lizenz, kein zentrales Register und keinen einheitlichen Höchsteinsatz. Was es gibt: neun Landesgesetze, eine seit April 2025 geltende Wettgebühr von 5 % auf jeden Wetteinsatz, und einen bunten Mix aus Anbietern, die teils mit einer Bewilligung eines Bundeslandes arbeiten, teils von außerhalb auf Spielerinnen und Spieler in Österreich zielen. Wer eine Wette platzieren will, da sollte verstehen, in welches dieser beiden Lager ein Anbieter fällt – und was der Preis auf dem Wettschein tatsächlich enthält.

Was „heute in Österreich heute“ auf dem Markt bedeutet

Der Begriff *Tagesangebot* klingt nach einer klaren Sache: Heute laufen diese Spiele, diese Quoten, diese Wetten. Tatsächlich ist das Angebot an einem gewöhnlichen Werktag im österreichischen Sportwetten breit, aber nicht einheitlich reguliert. Eine Anbietergruppe führt das Tagesprogramm auf Basis einer Bewilligung eines Bundeslandes. Die andere Gruppe kommt aus dem Ausland und unterliegt den Regeln des Landes, in dem sie sitzt. Beide Gruppen haben dasselbe Produkt im Sortiment – Fußball, Tennis, Eishockey, Basketball, in der Vorweihnachtszeit auch Wintersport – aber die Spielregeln unterscheiden sich beim Höchsteinsatz, beim Cash-Out und beim Spielerschutz.

Ein Fußball liegt auf einem Rasen im Licht der tief stehenden Sonne, dahinter leere Sitzreihen.
Seit dem 1. April 2025 unterliegen in Österreich alle Einsätze auf Sportwetten einer Gebühr von 5 Prozent.

Die Auswahl beginnt bei den Spielen selbst. Wer heute wettet, da sucht in der Regel ein Fußballspiel mit klarer Formkurve, ein Tennismatch auf Hartplatz in der zweiten Woche eines Turniers oder ein Eishockeyspiel, bei dem die Tabelle eine Tendenz hergibt. Der Markt sortiert vor: Anbieter listen Begegnungen, Märkte (Sieg, Doppelte Chance, Über/Unter Tore, Handicap, Erster Torschütze) und Quoten. Was der Markt nicht sortiert, da ist die Marge – der eingebaute Anteil, den jeder Anbieter pro 100 € Einsatz einbehält. Sie schwankt zwischen 2 % bei gut sortierten Top-Ligen und über 8 % bei Nischenmärkten. Wer die Marge versteht, da versteht, warum zwei Anbieter für dasselbe Spiel unterschiedliche Quoten stellen.

Ein Tag beginnt selten beim Spiel selbst. Wer noch keinen Account hat, da beginnt mit der Registrierung. Bei Anbietern mit Landbewilligung läuft die Registrierung über die Anbieter-App oder das Portal, bei ausländischen Anbietern ebenfalls, und die Identitätsprüfung kommt spätestens vor der ersten Auszahlung – tipp3 bietet dafür ID Austria Vollversion, Bank Ident, Foto Ident mit Chip und Video Ident an, andere Anbieter setzen auf Ausweis-Upload oder Video-Legitimation. Wer heute eine Wette platzieren will, da muss heute noch keinen Ausweis hochladen, aber wer morgen auszahlen will, da kommt daran nicht vorbei.

Wie die Rechtslage den Alltag prägt

Die Grundregel klingt trocken, da prägt aber jeden Wettschein: Sportwetten sind in Österreich kein Glücksspiel im Sinn des Glücksspielgesetzes (GSpG). Der Verwaltungsgerichtshof hat das in der Entscheidung Ro 2015/16/0019 vom 2.7.2015 festgehalten. Damit fällt die klassische Sportwette – Sieg, Niederlage, Torzahl – nicht in die Bundeszuständigkeit des Finanzministeriums, sondern in die Zuständigkeit des jeweiligen Bundeslandes. Jedes der neun Länder hat ein eigenes Wettgesetz und eine eigene Bewilligungsbehörde.

Ein Stadion unter Flutlicht aus der Ferne gesehen, davor eine dunkle Landschaft mit Feldern und einer Landstraße.
Rechtsgrundlage für tipp3-Sportwetten ist das NÖ Wettgesetz vom 27.05.2020 (LGBl. Nr. 58/2020); die Bewilligung erteilte die NÖ Landesregierung.

Die praktischen Folgen davon lassen sich an drei Punkten festmachen.

Erstens: Es gibt keine bundesweite Lizenz und keine nationale Liste der Anbieter. Wer wissen will, ob ein Anbieter eine Bewilligung hat, da schaut in das Impressum der Anbieterseite oder in die Veröffentlichung der zuständigen Landesregierung. tipp3 nennt im Impressum die Bewilligung der NÖ Landesregierung vom 10.12.2020 mit der Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020 nach dem NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020). win2day gibt auf der Seite für Sportwetten an, dass das Angebot auf einer Bewilligung der Niederösterreichischen Landesregierung beruht und daher weder unter das Glücksspielgesetz noch unter die Aufsicht des BMF fällt. Admiral verweist auf eine Bewilligung der OÖ Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz. Vierklee nennt eine Bewilligung der Tiroler Landesregierung, Zl. IIa.10.065/144-0. Andere Anbieter – Merkur Bets, Starsportwetten – veröffentlichen das Land und die Aktenzahl nicht auf den ersten Klick; bei Starsportwetten findet sich im Google-Play-Eintrag der Hinweis auf einen Bescheid vom 8. März 2022, der die Bewilligung zur Durchführung von Sportwetten im Internet und in stationären Spielstätten erteilt.

Zweitens: Die Höchsteinsätze und Livewette-Regeln unterscheiden sich von Land zu Land. Oberösterreich und Niederösterreich begrenzen den Wetteinsatz auf 500 € pro Wette. Wien erlaubt an Terminals ohne Counter nur 50 € pro Wette. Für Online-Anbieter mit Sitz in anderen Ländern ist die Frage, welches Landesrecht greift, nicht trivial: Der Verwaltungsgerichtshof hat im April 2026 (Ra 2025/02/0037) entschieden, dass für Online-Wetten jenes Landesrecht gilt, von dessen Standort aus der Anbieter die Daten bereitstellt. Was *darauf* gewettet werden darf, da unterscheidet sich ebenso: Wien erlaubt Livewetten nur auf Teilergebnisse oder das Endergebnis, Oberösterreich nur auf einen numerischen Zwischen- oder Endbetrag oder auf den nächsten Torschützen. Wer in Niederösterreich live wettet, da findet andere Beschränkungen; was genau dort gilt, da ist nicht abschließend dokumentiert. Pauschal lässt sich daher sagen: Livewetten sind erlaubt, aber nicht überall im selben Umfang.

Drittens: Die Wettgebühr trifft jede Wette gleich. Seit dem 1. April 2025 unterliegen alle Einsätze auf Sportwetten einer Gebühr von 5 Prozent nach § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG, geändert durch BGBl. I Nr. 7/2025. Davor lag der Satz seit 1.10.2005 bei 2 Prozent. Die Gebühr schuldet, wer die Wette gewerblich abschließt oder vermittelt – also der Anbieter, nicht die Spielerin. Wie der Anbieter sie weitergibt, da ist seine Sache. tipp3 hat sich für ein klares Modell entschieden: Bei verlorenen Wetten trägt der Anbieter die Gebühr selbst, bei gewonnenen Wetten werden 5 % vom Gewinn abgezogen. Das bedeutet konkret: Wer 10 € auf Quote 2,00 setzt, da erhält im Erfolgsfall 20 € Bruttogewinn ausbezahlt, davon werden 1 € Gebühr abgezogen, es bleiben 19 € – das ist das Beispiel, das tipp3 selbst auf der Hilfeseite nennt. Gewinne aus Cash-Outs sowie „ja/nein“- und „alle 7“-Wetten sind ausgenommen.

Verantwortungsvolles Wetten: was der Markt selbst regelt

Weil es keine bundesweite Sperre und kein bundesweites Limitregister für Sportwetten gibt, da bleibt der Spielerschutz eine Sache des einzelnen Anbieters und des jeweiligen Landesgesetzes. Die Reformdebatte läuft: Das Glücksspielreformgesetz 2026 ist Stand 14.10.2026 noch im Entwurf und sieht ein Sperrregister und ein Limitregister für GSpG-Glücksspiel vor – Sportwetten sind in beiden nicht erfasst.

In der Praxis bedeutet das: Anbieter mit Landbewilligung setzen Alters-, Einsatz- und Zeitlimits selbst. win2day etwa begrenzt die wöchentliche Einzahlung für Spielerinnen und Spieler unter 26 Jahren auf 250 € (Freitag bis Donnerstag), ab 26 Jahren auf 1.680 € pro Kalendermonat. Beide Limits sind auf Antrag individuell erhöhbar. Gewinne zählen nicht zum Limit. tipp3 bietet eine Spielpause von 1, 3 oder 6 Monaten, während der das Guthaben im Konto bleibt, sowie eine Selbstsperre von 1, 2 oder 3 Jahren, nach der das Restguthaben auf das verknüpfte Bankkonto überwiesen wird. Beide Sperren sind nach dem Start nicht mehr aufhebbar. Bei beiden Anbietern gilt ein Höchstalter von 18 Jahren für die Registrierung, so wie es die Landesgesetze vorsehen.

Was im Gesetz nicht steht, da regelt der Anbieter in seinen Bedingungen. Vierklee begrenzt den Höchstgewinn pro Einzel- und Kombiwette auf 15.000 € (ebenso pro Systemwette) und pro Kunde und Woche auf 50.000 € für das gesamte Bundesgebiet Österreich. win2day setzt 80.000 € pro Standardwette und 200.000 € pro Systemwette. Wetten, die diese Limits überschreiten würden, da werden schlicht nicht angenommen. Wer diese Zahlen nebeneinander legt, da sieht: Wer mit hohen Einsätzen plant, da trifft bei einigen Anbietern früher eine Decke als bei anderen – und diese Decke steht in den Bedingungen, nicht im Gesetz.

Ein wichtiger Punkt, der oft übersehen wird: Es gibt keine österreichweite Selbstsperre für Sportwetten. Wer bei Anbieter A sperrt, da kann bei Anbieter B weiterspielen, sofern dort nicht ebenfalls eine Sperre beantragt wird. Bei ausländischen Anbietern ohne österreichische Bewilligung greift eine österreichische Sperre ohnehin nicht. Wer sich selbst aussperren will, da muss das bei jedem Anbieter einzeln tun – und bekommt im Streitfall unterschiedliche Bedingungen, je nachdem in welchem Land der Anbieter sitzt. Die Anlaufstelle für Fragen und Hilfsangebote ist die Plattform playsponsible.at.

Livewetten und Cash-Out: was heute geht und was nicht

Livewetten sind das Herzstück jedes Fußballabends, und in Österreich sind sie eingeschränkt, aber nicht verboten. Was erlaubt ist, da regelt das jeweilige Landesgesetz. Wer in Wien wettet, da kann auf ein Teilergebnis oder das Endergebnis tippen – nicht aber auf die nächste Ecke oder die Spielerstatistik. Wer in Oberösterreich wettet, da kann auf einen numerischen Zwischenstand, das Endergebnis oder den nächsten Torschützen setzen. In Niederösterreich sind die Regeln weniger eindeutig dokumentiert; was genau dort gilt, da lässt sich aus den verfügbaren Quellen nicht abschließend beantworten. Die allgemeine Aussage „Livewetten sind in Österreich erlaubt“ ist also zu pauschal – sie stimmt, aber mit landesspezifischen Einschränkungen.

Auf Anbieterseite entscheidet der Buchmacher, ob er eine Wette annimmt. Bei Quotenanpassungen – etwa wenn ein Tor fällt und die Wette auf den Auswärtssieg neu bewertet werden müsste – wird die Wettabgabe kurzzeitig gesperrt. tipp3 etwa sperrt in solchen Situationen die Wettabgabe; in dieser Zeit steht auch der Cash-Out nicht zur Verfügung.

Cash-Out funktioniert bei tipp3 so: Vor Ende eines Spiels kann vorzeitig aus der Wette ausgestiegen werden, der angebotene Betrag richtet sich nach dem aktuellen Spielverlauf. Wer mit einer Quote von 3,00 auf einen Außensieg gesetzt hat und das Spiel nach 60 Minuten kippt, da bekommt weniger als den ursprünglichen Einsatz zurück, sofern der Buchmacher überhaupt einen Cash-Out anbietet. Bei win2day ist der Cash-Out bei Wetten, die als FreeBet gespielt werden, deaktiviert – wer den Einsatz aus einer Gratiswette riskiert, da kann nicht vorzeitig aussteigen.

Wer Livewetten mit Cash-Out kombinieren will, da sollte darauf achten, dass nicht jeder Anbieter beides anbietet und dass die Bedingungen variieren. Die Funktion *Cashout* in der App-Beschreibung ist nicht dasselbe wie ein jederzeit verfügbarer Cash-Out – ein vollständiger Cash-Out während des Spiels ist mehr wert als ein Cash-Out nur in der 90. Minute.

Wie viel Marge im Markt steckt: eine Rechnung

Wer verstehen will, warum zwei Anbieter für dasselbe Spiel unterschiedliche Quoten anbieten, da muss die Marge betrachten. Sie ist der Anteil, den der Buchmacher pro 100 € Einsatz einbehält – der Rest wird als Auszahlung an die Spielerinnen und Spieler zurückgegeben.

Als Beispiel ein Zweiwege-Markt mit Quoten 1,90 und 1,90 – etwa eine Wette auf Heimsieg oder Auswärtssieg bei einem ausgeglichenen Match. Die Auszahlungsquote (Quotenschlüssel) berechnet sich als Kehrwert der Summe der Kehrwerte der Einzelquoten:

1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 1 ÷ (0,5263 + 0,5263) = 1 ÷ 1,0526 = 0,95.

Die Marge ist dann 1 − 0,95 = 0,05, also 5 %. Bei einem fairen Markt ohne Buchmacherabzug stünden die Quoten bei 2,00 und 2,00; die Differenz zu 1,90 ist der Preis, den der Anbieter für die Organisation des Markts nimmt. Bei einem Markt mit drei möglichen Ausgängen – Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg – mit Quoten 2,20/3,40/3,40 berechnet sich die Auszahlungsquote als:

1 ÷ (1/2,20 + 1/3,40 + 1/3,40) = 1 ÷ (0,4545 + 0,2941 + 0,2941) = 1 ÷ 1,0428 ≈ 0,959.

Die Marge liegt in diesem Fall bei rund 4,1 %. Bei Nischenmärkten oder exotischen Wettarten steigt sie schnell über 10 %. Ein Tag, an dem die Quoten knapp aussehen, ist oft ein Tag, an dem die Marge niedrig ist – und umgekehrt. Wer das beachtet, da verschiebt sich die Frage von „welche Quote ist höher?“ zu „welcher Markt gibt mehr vom Einsatz zurück?“.

Das Ergebnis dieser Rechnung lässt sich nicht verallgemeinern: Die Marge schwankt zwischen Anbietern, zwischen Märkten und zwischen Tageszeiten. Ein Wert von 5 % bei einem Zweiwege-Markt ist eine grobe Orientierung – einzelne Anbieter mit tiefer Marktabdeckung arbeiten mit niedrigeren Margen bei Top-Ligen, andere mit höheren.

Vorhersagen und Strategie: warum kein Tipp sicher ist

Wer nach *Tipps heute* oder *sichere Wetten heute* sucht, da findet Foren, Kanäle und Tippspiele, die mit Quoten, Formkurven und Statistiken arbeiten. Was diese Angebote liefern, da ist eine Einschätzung – nicht mehr. Eine Vorhersage ist kein Fakt. Die Formkurve einer Mannschaft kann brechen, der vermeintlich sichere Elfmeter kann verschossen werden, der Tennisaufschlag im Tiebreak kann zur Doppelfehlerserie werden.

Die Mathematik hilft, das zu verstehen. Jede Quote enthält eine Marge, und jede Marge bedeutet, dass im Durchschnitt mehr ausbezahlt wird, als die Spielerinnen und Spieler einsetzen – aber eben nur im Durchschnitt. Wer 100 Mal hintereinander auf eine Wette mit Quote 2,00 setzt und jedes Mal 10 € riskiert, da würde bei perfekter 50/50-Trefferquote 1.000 € ausgeben und 1.000 € ausbezahlt bekommen. Mit der Buchmachermarge von 5 % sieht das anders aus: Bei 50 Treffern à 20 € Auszahlung sind es 1.000 €, der Einsatz von 1.000 € wird vollständig wieder hereingeholt – aber nur, wenn die Trefferquote tatsächlich 50 % beträgt. Wer in der Realität nur 45 % trifft, da verliert trotz Quote 2,00 auf Dauer Geld. Die Marge sorgt dafür, dass der Buchmacher auch dann gewinnt, wenn die Spielerin „besser“ ist als der Markt – sie muss deutlich besser sein, um die Marge zu schlagen.

Das ist der Punkt, an dem *heute wetten* zur Wettstrategie wird. Wer Strategien sucht, da stößt auf Banker-Standtage, Value Bets, Kombiwetten versus Einzelwetten, Systemwetten mit Versicherung. tipp3 erlaubt Einzelwetten erst ab einer Quote von 1,06 – niedrigere Quoten sind nur in Kombi- oder Systemwetten spielbar, und eine Kombiwette besteht aus 3 bis 10 Tipps. Das ist nicht zufällig so: Eine Einzelwette zu Quote 1,06 brächte bei 100 € Einsatz nur 106 € zurück, davon gehen 6 € als Bruttogewinn abzüglich Marge – ein Verlustgeschäft. Erst in der Kombi rechnet sich ein Tipp mit niedriger Quote.

Was die Strategie-Ratgeber selten so klar sagen: Es gibt keinen Systemansatz, der die Marge schlägt, ohne dass die Spielerin tatsächlich einen Informationsvorsprung hat. Wer „nur zum Spaß“ wettet, da sollte mit kleinen Einsätzen arbeiten und nie mehr riskieren, als er oder sie an einem Abend verlieren kann. Wer ernsthaft wetten will, da muss akzeptieren, dass die Buchmacher auf Dauer gewinnen – und dass die paar Prozent Marge, die der Markt einbehält, der Preis für die Organisation des Markts sind.

Anbieter im Überblick: wer eine hat und wer nicht

Die folgende Tabelle ordnet die Anbieter danach, ob sie eine österreichische Bewilligung eines Bundeslandes nennen oder nicht. Eine österreichische Bewilligung bedeutet: Der Anbieter gibt auf seiner Seite oder im Impressum eine konkrete Landesbehörde, einen Bescheid und/oder ein Aktenzeichen an. „Ohne österreichische Bewilligung“ bedeutet: Es findet sich keine solche Angabe im Impressum; die genannte Lizenz (Malta, Curaçao) ist eine ausländische, keine österreichische.

Anbieter Österreichische Bewilligung Bewilligendes Land und Behörde
tipp3 Ja Niederösterreich, NÖ Landesregierung (Bescheid 10.12.2020, IVW1-Wett-47/001-2020)
win2day (Sportwetten) Ja Niederösterreich, NÖ Landesregierung
Admiral Ja Oberösterreich, OÖ Landesregierung (Oö. Wettgesetz)
Vierklee Ja Tirol, Tiroler Landesregierung (Zl. IIa.10.065/144-0)
Merkur Bets Ja Land und Aktenzeichen nicht öffentlich genannt
Starsportwetten Ja Land und Aktenzeichen im Google-Play-Eintrag nicht eindeutig
BetAlright Nein Keine österreichische Bewilligung
Tiki Taka Nein Keine österreichische Bewilligung
Jack Nein Keine österreichische Bewilligung (Curaçao-Lizenz genannt)
bet-at-home Nein Keine österreichische Bewilligung (Malta-Lizenz genannt)

Wer in der oberen Hälfte steht, da hat einen Anbieter mit Landbewilligung vor sich. Wer in der unteren Hälfte steht, da hat einen Anbieter ohne österreichische Bewilligung – das ist nicht zwangsläufig *illegal*, aber auch nicht *legal im selben Sinne* wie ein Anbieter mit Landbewilligung. Die Rechtslage ist hier politisch umstritten und gerichtlich nicht abschließend geklärt. Bußgelder für Anbieter ohne Bewilligung gibt es in Wien bis zu 22.000 €, in Oberösterreich bis zu 20.000 € – gegen Spielerinnen und Spieler, die bei einem ausländischen Anbieter wetten, wurden in Österreich bislang keine Strafen verhängt.

tipp3 – der Anbieter mit der NÖ-Landesbewilligung

tipp3 gehört zur Österreichischen Sportwetten Gesellschaft m.b.H. und arbeitet auf Basis einer Bewilligung der NÖ Landesregierung vom 10.12.2020 nach dem NÖ Wettgesetz. Der Anbieter ist damit im österreichischen Markt vollständig reguliert: keine Lizenz nötig beim BMF, aber klare Auflagen des Landes Niederösterreich.

Bei tipp3 sind Einzelwetten erst ab einer Quote von 1,06 erlaubt – niedrigere Quoten gehen nur in Kombi- oder Systemwetten, und in einer Kombiwette lassen sich 3 bis 10 Tipps verbinden. Die Standardwette kombiniert also immer mehrere Spiele. Das ist bewusst gewählt, weil eine Einzelwette zu Quote 1,06 bei 100 € Einsatz nur 6 € Bruttogewinn abwerfen würde, was unter Berücksichtigung der Wettgebühr und der Marge ein Verlustgeschäft wäre.

Die Wettgebühr handhabt tipp3 so: Bei verlorenen Wetten trägt der Anbieter die 5 % selbst, bei gewonnenen Wetten werden 5 % vom Gewinn abgezogen. Beispiel von tipp3 selbst: 10 € Einsatz zu Quote 2,00 ergibt 20 € Bruttogewinn, 1 € Gebühr werden abgezogen, 19 € werden ausgezahlt. Cash-Outs sowie „ja/nein“- und „alle 7“-Wetten sind vom Abzug ausgenommen.

Beim Spielerschutz bietet tipp3 Spielpausen von 1, 3 oder 6 Monaten (Guthaben bleibt im Konto) und Selbstsperren von 1, 2 oder 3 Jahren (Guthaben wird aufs verknüpfte Bankkonto überwiesen) – beide nach dem Start nicht mehr aufhebbar. Die Verifikation erfolgt vor der ersten Auszahlung, wahlweise per ID Austria Vollversion, Bank Ident, Foto Ident mit Chip oder Video Ident. Bei der Registrierung werden keine Bankdaten abgefragt. Gewinne können in einer Annahmestelle bis 1.000 € bar ausgezahlt werden, größere Gewinne in einer Großgewinnauszahlungsstelle mit amtlichem Lichtbildausweis, Gewinne über 80.000 € per Gewinnanforderungsformular aufs Bankkonto. Gewinne sind bis zu 180 Tage nach Feststellung einlösbar.

Cash-Out funktioniert vor Ende eines Spiels, der angebotene Betrag richtet sich nach dem Spielverlauf. Während einer Sperre der Wettabgabe – etwa bei Quotenanpassungen – steht Cash-Out nicht zur Verfügung.

Wer einen Anbieter mit klarer Landbewilligung, klarer Wettgebühr-Regelung und vollständig österreichischem Spielerschutz sucht, da ist bei tipp3 richtig. Die Einschränkung: Die Mindestquote für Einzelwetten (1,06) und die Kombi-Pflicht (3 bis 10 Tipps) engen das Tagesangebot ein, und die Gewinnauszahlung in Annahmestellen ist nicht überall verfügbar.

win2day – Sportwetten unter der NÖ-Bewilligung

win2day ist die Plattform der Österreichischen Lotterien. Die Sportwetten-Sparte beruht auf einer Bewilligung der NÖ Landesregierung und fällt damit nicht unter das Glücksspielgesetz und nicht unter die Aufsicht des BMF oder des Finanzamts Österreich. Wichtig zu wissen: Die Lotterie- und Casino-Spiele von win2day laufen unter der bundesweiten GSpG-Konzession, also einer anderen Regelung – wer bei win2day Casino spielt, da ist in einem anderen Regime als wer dort Sportwette abschließt.

Bei den Sportwetten gilt ein Einzahlungslimit: bis zum Alter von 26 Jahren maximal 250 € pro Woche (Freitag bis Donnerstag), ab 26 Jahren maximal 1.680 € pro Kalendermonat. Beide Limits sind auf Antrag individuell erhöhbar. Gewinne zählen nicht zum Limit. Das Höchstgewinn-Limit liegt bei 80.000 € pro Standardwette und 200.000 € pro Systemwette; Wetten, die diese Limits überschreiten, werden nicht angenommen.

Eine Standardwette kombiniert 1 bis 10 Ereignisse, die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten und wird auf zwei Dezimalstellen kaufmännisch gerundet. Gewinne werden dem elektronischen Guthaben gutgeschrieben und können vier Wochen lang beansprucht werden, wenn sie nicht direkt gutgeschrieben wurden. Auszahlungen gehen auf das registrierte Bankkonto, Auszahlungsgebühren trägt die Spielerin.

Beim Cash-Out ist eine Kunde zu beachten: Bei Wetten, die als FreeBet gespielt werden, ist die Cash-Out-Funktion deaktiviert. Der mögliche Gewinn aus einer FreeBet ergibt sich aus Gesamtquote mal FreeBet-Einsatz abzüglich des FreeBet-Einsatzes – es wird also nur der Gewinn ausgezahlt, der Einsatz der FreeBet nicht zurückerstattet.

Wer einen Lotterie-Anbieter mit angeschlossenen Sportwetten und klaren Einzahlungslimits sucht, da ist bei win2day richtig. Die Limits sind strenger als bei manchen Mitbewerbern: 250 € pro Woche unter 26, 1.680 € pro Monat ab 26. Wer mehr setzen will, da kann das Limit erhöhen lassen – aber wer das nicht tut, da ist durch das wöchentliche bzw. monatliche Limit klar eingebremst.

Merkur Bets – die österreichische Marke der Merkur Group

Merkur Bets ist die österreichische Sportwetten-Marke der Merkur Group, die zuvor unter dem Namen Cashpoint Sportwetten mit Sitz in Gerasdorf bei Wien auftrat. Seit Juni 2025 tritt das Angebot unter dem neuen Markennamen auf. Die Gruppe wurde 1996 gegründet und ist einer der etablierten Anbieter im österreichischen Markt.

Details zur konkreten Landbewilligung und zum Aktenzeichen veröffentlicht der Anbieter nicht prominent; fest steht, dass die Merkur Group seit Jahrzehnten in Österreich stationäre und digitale Sportwetten anbietet und im Besitz einer Landbewilligung ist. Welches Land und welcher Bescheid genau, da ist aus den verfügbaren Quellen nicht eindeutig zu entnehmen.

Wer einen traditionsreichen österreichischen Anbieter mit stationären Annahmestellen und Online-Angebot sucht, da ist bei Merkur Bets richtig. Die Schwäche: Wer eine spezifische Frage zur Bewilligung hat, da muss beim Anbieter direkt nachfragen – die Information ist nicht auf den ersten Klick zu finden.

Starsportwetten – App-Anbieter mit Bescheid aus 2022

Starsportwetten wird von der Starbet24 GmbH betrieben. Im Google-Play-Eintrag der App findet sich der Hinweis auf einen Bescheid vom 8. März 2022, mit dem der Starbet24 GmbH die behördliche Bewilligung zur Durchführung von Sportwetten im Internet und in stationären Spielstätten erteilt wurde. Der Eintrag spricht von einem „behördlich bewilligten Sportwettenanbieter“. Welches Bundesland und welche Bescheidnummer genau, da führen weder der Google-Play-Eintrag noch die Anbieter-Website eindeutig auf.

Wer einen Anbieter sucht, der seine behördliche Bewilligung in der App-Beschreibung transparent macht, da ist bei Starsportwetten richtig – zumindest was die Existenz einer Bewilligung angeht. Die Schwäche: Die exakte Behörde und das Aktenzeichen sind nicht eindeutig dokumentiert, sodass eine Überprüfung beim jeweiligen Land nötig wäre.

Admiral – der Anbieter aus Oberösterreich

Admiral gehört zur ADMIRAL Sportwetten GmbH mit Sitz in Gumpoldskirchen, die zur Novomatic-Gruppe gehörte. Gegründet wurde das Unternehmen von Walter Grubmüller; an der Wiener Börse war es von 2001 bis 2006 notiert. Die Bewilligung beruht auf dem Oö. Wettgesetz und wurde von der OÖ Landesregierung erteilt.

Admiral gehört zu den etabliertesten Marken im österreichischen Sportwetten-Markt und betreibt sowohl stationäre Annahmestellen als auch ein Online-Angebot. Wer einen großen Anbieter mit langer Marktpräsenz sucht, da ist bei Admiral richtig.

Vierklee – der Tiroler Anbieter

Vierklee wird von der Vierklee Wettbüro GmbH betrieben und arbeitet auf Basis einer Bewilligung der Tiroler Landesregierung mit der Zahl IIa.10.065/144-0. Damit ist Vierklee einer der wenigen Anbieter, die ihre Landbewilligung samt Aktenzahl offen kommunizieren. Der Anbieter hat zudem klare Gewinnlimits in den Wettbedingungen: 15.000 € pro Einzel- oder Kombiwette (ebenso pro Systemwette) und 50.000 € pro Kunde und Woche für das gesamte Bundesgebiet Österreich.

Wer einen Anbieter mit dokumentierter Tiroler Bewilligung und klaren Gewinnlimits sucht, da ist bei Vierklee richtig. Die Einschränkung: Die Wochenlimits sind im österreichischen Vergleich eher eng.

BetAlright – ausländisch, mit Bonusprogrammen

BetAlright bewirbt im Sportbereich einen Erstzahlungsbonus, einen wöchentlichen Reload-Bonus, Cashback, Accumulator Boost und Early Payout. Das ist viel Marketing um das eines Bonusprogramms. Was es nach dem Anbieter nicht gibt: eine österreichische Bewilligung. Die genannte Lizenz gehört einer ausländischen Aufsicht, die in den verfügbaren Quellen nicht eindeutig benannt wird.

Wer einen Anbieter mit umfangreichem Bonus-Programm und ohne österreichische Bewilligung sucht, da ist bei BetAlright richtig. Wer einen Anbieter mit österreichischer Bewilligung sucht, da ist hier falsch. Die Bedingungen zu den einzelnen Boni – Umsatzfaktor, Mindestquote, Frist – sind in den verfügbaren Quellen nicht vollständig dokumentiert, sodass eine genaue Lektüre der Bonusbedingungen vor einer Inanspruchnahme unerlässlich ist.

Tiki Taka – ausländisch mit Sport-Willkommensbonus

Tiki Taka bietet einen Sport-Willkommensbonus auf die erste Einzahlung mit einem Umsatzfaktor von 6-mal (Einzahlung plus Bonus), Mindestquoten von 2,0 für Einzelwetten oder 1,5 je Auswahl bei Kombiwetten, einer Frist von 30 Tagen und einem Maximaleinsatz von 50 € pro Wette. Eine österreichische Bewilligung wird im verfügbaren Material nicht genannt.

Der Bonus ist im Vergleich zu Mitbewerbern moderat: 6-facher Umsatz von Einzahlung plus Bonus ist ordentlich, aber nicht am oberen Rand des Markts. Die Mindestquote von 2,0 für Einzelwetten ist hoch – wer auf klare Favoriten setzt, da wird viele Wetten nicht zählen. Die Frist von 30 Tagen ist Standard, der Maximaleinsatz von 50 € pro Wette begrenzt die Strategie.

Wer einen Anbieter mit moderatem Sport-Willkommensbonus und klaren Bedingungen sucht, da ist bei Tiki Taka richtig. Wer einen Anbieter mit österreichischer Bewilligung sucht, da ist hier falsch.

Jack – Freiwette bei verlorener erster Sportwette

Jack erstattet bei verlorener erster Sportwette 100 % des Einsatzes als Freiwette zurück – das Beispiel des Anbieters: 50 $ Einsatz, 50 $ Bonus. Die Mindestbedingungen: Mindesteinsatz 20 $, Höchstbonus 100 $, mindestens 4 Auswahlen mit Quote ab 1,4, Systemwetten ausgeschlossen. Die Lizenz, die Jack nennt, ist Curaçao – eine ausländische Lizenz, keine österreichische.

Die Aktion klingt verlockend, hat aber ihre Tücken: Wer 50 $ auf eine Kombiwette aus mindestens 4 Auswahlen mit Quote 1,4 setzt, da muss alle vier Spiele richtig tippen, um den Einsatz zu behalten. Bei einer Auswahl weniger wird die Wette zur FreeBet – und bei einer FreeBet zählt nur der Gewinn, nicht der Einsatz.

Wer einen Anbieter mit risikofreier erster Sportwette sucht und keine österreichische Bewilligung braucht, da ist bei Jack richtig. Das „risikofrei“ ist Marketing: Der Einsatz wird im Verlustfall als FreeBet zurückerstattet, nicht als Echtgeld – und bei einer FreeBet zählt nur der Nettogewinn.

bet-at-home – Malta-Lizenz, ohne österreichische Bewilligung

bet-at-home wird über die Bet-at-home.com Holding Ltd. in Mosta (Malta) gehalten. Eine österreichische Landesbewilligung wird in den verfügbaren Quellen nicht genannt. Die Malta-Lizenz (MGA) ist eine europäische, aber keine österreichische Lizenz.

bet-at-home gehört zu den etabliertesten europäischen Online-Wettanbietern und ist auf vielen europäischen Märkten aktiv. Wer einen Anbieter mit langer Marktpräsenz und ohne österreichische Bewilligung sucht, da ist bei bet-at-home richtig.

Was die Marge konkret kostet – ein Rechenbeispiel

Wer das bisher Gelesene in eine Zahl pressen will, da rechnet für eine typische Wette. Annahme: 100 € Einsatz auf ein Fußballspiel Sieg Heimmannschaft, Quote 1,90.

Bei einem Anbieter mit 5 % Marge würde die faire Quote (ohne Marge) bei 2,00 liegen. Die Differenz zwischen 1,90 und 2,00 ist der Preis, den der Anbieter pro 100 € Einsatz einbehält – 5 €. Bei einem Einsatz von 100 € bekommt die Spielerin im Erfolgsfall 190 € ausgezahlt. Bei einer fairen Quote ohne Marge wären es 200 €. Die 10 € Differenz entsprechen genau 5 % des Einsatzes.

Eine andere Rechnung: Wer 100 € auf eine Quote von 1,90 setzt und gewinnt, da erhält 190 € ausgezahlt und hat 90 € Gewinn gemacht. Davon werden – wenn der Anbieter die Wettgebühr vom Gewinn abzieht – 4,50 € abgezogen (5 % von 90 €), es bleiben 85,50 € Nettogewinn. Plus Wetteinsatz 100 €, also 185,50 € insgesamt auf dem Konto. Ohne Wettgebühr wären es 190 €. Die Wettgebühr kostet die Spielerin in diesem Fall 4,50 €, was rund 2,4 % des Bruttogewinns entspricht.

Diese Rechnung lässt sich verallgemeinern: Bei niedrigen Quoten kostet die Wettgebühr relativ zum Einsatz wenig, bei hohen Quoten kostet sie relativ zum Gewinn wenig, in der Mitte liegt der größte Effekt. Wer mit Quote 1,90 spielt, da ist im Mittelfeld – die Wettgebühr schmälert den Gewinn um etwa 2,4 %.

Was die Gebühr wirklich bedeutet – und wer sie trägt

Die Wettgebühr von 5 % auf jeden Wetteinsatz ist seit 1. April 2025 in Kraft. Sie wurde durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 7/2025 eingeführt und ersetzt den seit 2005 geltenden Satz von 2 %. Die Gebühr schuldet, wer die Wette gewerblich abschließt oder vermittelt – also der Anbieter. Der Anbieter kann sie auf verschiedene Weise weitergeben: durch niedrigere Quoten, durch einen Abzug vom Gewinn oder durch das Tragen der Gebühr selbst. tipp3 hat sich für die zweite Variante entschieden.

Die praktische Konsequenz: Wer heute 100 € auf Quote 2,00 setzt und gewinnt, da erhält bei tipp3 200 € ausgezahlt, davon werden 5 % in Form von 10 € abgezogen (5 % vom Gewinn, der hier 100 € beträgt). Es bleiben 190 € – das Beispiel aus tipp3s eigenen Hilfeseiten. Bei anderen Anbietern kann das Modell anders aussehen: Manche tragen die Gebühr und bieten die volle Quote, andere ziehen sie direkt vom Einsatz ab. Wer Anbieter vergleicht, da sollte nicht nur die Quote, sondern auch das Wettgebühr-Modell vergleichen.

Was nicht passiert: Die Wettgebühr wird nicht zusätzlich vom Finanzamt eingehoben – die Spielerin erhält den Gewinn brutto ausgezahlt und muss sich selbst um die Versteuerung von Wettgewinnen kümmern, sofern diese steuerpflichtig sind. Ob Wettgewinne für Privatpersonen steuerpflichtig sind, da ist auf Ebene der Einkommensteuer nicht abschließend dokumentiert; bei Fragen hilft der Steuerberater oder das Finanzamt.

Heute wettet, wer heute den richtigen Markt findet

Ein Tagesangebot besteht aus drei Dingen: den Spielen, die heute stattfinden, den Märkten, die ein Anbieter für diese Spiele anbietet, und den Quoten, die er dafür stellt. Wer ein sinnvolles Tagesprogramm zusammenstellen will, da filtert in drei Schritten:

Zuerst das Spiel. Fußball dominiert den Tagesmarkt, aber nicht jeder Tag hat ein Top-Spiel. Wer heute wettet, da schaut in die Liste der ausstehenden Spiele und sucht eines, das er oder sie einschätzen kann – nicht eines, das alle Welt spielt. Ein Eishockeyspiel in der DEL, ein Tennis-Match auf der Challenger-Tour, ein Basketballspiel in der EuroLeague – das Angebot ist breit, aber die Tiefe der Märkte variiert.

Dann der Markt. Für ein Fußballspiel gibt es Dutzende Märkte: Heimsieg, Auswärtssieg, Unentschieden, Doppelte Chance, Über/Unter Tore, Handicap, Erster Torschütze, Genauer Spielstand. Je spezifischer der Markt, desto höher die Marge – ein Markt „Genauer Spielstand 2:1“ hat oft eine Marge von über 10 %, ein Markt „Heimsieg“ hat eine Marge von 4–5 %. Wer den Standardmarkt wählt, da bekommt mehr vom Einsatz zurück.

Dann die Quote. Zwei Anbieter für dasselbe Spiel, da gibt es oft 0,05 bis 0,10 Unterschied in der Quote. Bei einem 100-€-Einsatz auf Quote 2,00 vs. 2,05 sind das 5 € mehr Auszahlung im Erfolgsfall – und über mehrere Wetten hinweg summiert sich das. Wer konsequent auf den Anbieter mit der niedrigeren Marge setzt, da erhöht seine Auszahlung über die Zeit.

Was am Ende bleibt, da ist eine einfache Regel. Wer eine Wette platziert, da sollte das Spiel kennen, den Standardmarkt wählen und den Anbieter mit der niedrigeren Marge. Alles andere – Auszahlungslimits, Bonusprogramme, Wettsteuer-Modelle – ist zweitrangig.

Häufige Fragen zum Wetten in Österreich heute

Welche Spiele kann man heute in Österreich wetten, und wie wählt man aus dem Tagesangebot?

Das Tagesangebot besteht aus den Spielen, die heute stattfinden – in der Regel Fußball, Tennis, Eishockey und Basketball, je nach Saison auch Wintersport oder Baseball. Anbieter listen Begegnungen mit Märkten (Sieg, Über/Unter, Handicap) und Quoten. Eine sinnvolle Auswahl beginnt mit dem Spiel, das man einschätzen kann, dann mit dem Standardmarkt (geringe Marge), dann mit dem Anbieter mit der höheren Quote für diesen Markt. Konkrete Spielempfehlungen sind aus dieser Übersicht nicht möglich – wer auf ein Spiel setzt, da sollte Form, Kader und Tabellenstand prüfen.

Ist Sportwetten in Österreich Glücksspiel im Sinn des Glücksspielgesetzes?

Nein. Sportwetten sind nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofs (Ro 2015/16/0019 vom 2.7.2015) kein Glücksspiel im Sinn des GSpG, sondern ein Geschicklichkeitsspiel, und fallen damit in die Zuständigkeit der Bundesländer. Die Lizenzierung läuft über die jeweilige Landesregierung, nicht über das BMF. Die Bundesländer haben eigene Wettgesetze und eigene Bewilligungsbehörden.

Wer erteilt die Bewilligung, und gibt es eine bundesweite Liste?

Die Bewilligung erteilt die Landesregierung des jeweiligen Bundeslandes nach dem jeweiligen Landeswettgesetz – in Niederösterreich nach dem NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020), in Wien nach dem Wiener Wettengesetz, in Oberösterreich nach dem Oö. Wettgesetz. Eine bundesweite Lizenz und eine bundesweite Liste der Anbieter gibt es nicht. Wer die Bewilligung prüfen will, da schaut in das Impressum des Anbieters oder in die Veröffentlichung der zuständigen Landesregierung.

Wie wirkt sich die Wettgebühr von 5 % auf Einsatz und Gewinn aus?

Seit 1. April 2025 unterliegen alle Einsätze auf Sportwetten einer Gebühr von 5 % nach § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG. Die Gebühr schuldet der Anbieter, nicht die Spielerin. Wie der Anbieter sie weitergibt, da ist seine Sache: Manche ziehen die Gebühr vom Gewinn ab (tipp3-Modell), andere tragen sie selbst und bieten die volle Quote, andere senken die Quote. Beispiel tipp3: 10 € Einsatz zu Quote 2,00 ergibt 20 € Bruttogewinn, davon werden 1 € Gebühr abgezogen, es bleiben 19 €.

Welche Grenzen gelten für Livewetten und Höchsteinsätze in den Bundesländern?

Die Grenzen unterscheiden sich von Land zu Land. Oberösterreich und Niederösterreich begrenzen den Wetteinsatz auf 500 € pro Wette. Wien erlaubt an Terminals ohne Counter nur 50 € pro Wette. Livewetten sind erlaubt, aber mit landesspezifischen Beschränkungen: Wien erlaubt nur Wetten auf Teilergebnisse oder das Endergebnis, Oberösterreich auf numerische Zwischen- oder Endergebnisse oder den nächsten Torschützen. Für andere Länder sind die Regeln weniger eindeutig dokumentiert. Die allgemeine Aussage „Livewetten sind in Österreich erlaubt“ stimmt, aber nicht überall im selben Umfang.

Gibt es eine österreichweite Selbstsperre für Sportwetten?

Nein. Eine österreichweite Selbstsperre für Sportwetten existiert nicht. Die Sperre muss bei jedem Anbieter und in jedem Bundesland einzeln beantragt werden. tipp3 bietet Selbstsperren von 1, 2 oder 3 Jahren, win2day arbeitet mit wöchentlichen und monatlichen Einzahlungslimits. Bei ausländischen Anbietern greift eine österreichische Sperre ohnehin nicht. Die Anlaufstelle für Spielsuchtfragen ist playsponsible.at.

Inhalt erstellt vom Team «Wettanbieter ohne Wettsteuer»