Beste Wettseiten in Österreich 2026: Wer wirklich eine Bewilligung hat
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Eine bundesweite Liste bewilligter Wettanbieter gibt es in Österreich nicht. Jedes der neun Bundesländer vergibt seine eigene Bewilligung nach einem eigenen Wettgesetz, eine ausländische Lizenz aus Malta, Gibraltar oder Curaçao ersetzt sie nicht. Wer in Österreich eine Wettseite öffnet, sieht deshalb zwei sehr verschiedene Welten nebeneinander: Anbieter mit einer genannten Landesbewilligung, deren Rechtsgrundlage direkt im Impressum steht, und internationale Marken, die ihren Sitz und ihre Lizenz anderswo haben. Die folgende Übersicht unterscheidet beide Gruppen und zeigt die Kriterien auf, nach denen die Anbieter bewertet wurden — Bewilligung, Quotenniveau, Wettprogramm, Zahlungswege und Limits.

Datenstand: 6. November 2026; Lizenzangaben wurden gegen die Angaben der Betreiber in deren Impressum, AGB oder Wettordnung geprüft.
Was eine Wettseite in Österreich ausmacht
Eine Wettseite ist im österreichischen Verständnis mehr als ein Online-Formular mit Quoten. Wer hier wettet, muss zuerst die Frage nach der Bewilligung beantworten, weil erst daraus folgt, welches Limit, welche Sperre und welcher Rechtsweg gilt. Eine ausländische Marke kann das beste Quotenniveau und das breiteste Wettprogramm haben und steht trotzdem außerhalb des österreichischen Rahmens, sobald ihr Impressum keine Landesbewilligung nennt.

Drei Begriffe tragen die Unterscheidung. Der Wettanbieter ist der Marktbegriff für jeden, der Wetten entgegennimmt. Der Buchmacher und der Totalisateur sind die Begriffe der Landesgesetze und beschreiben die beiden klassischen Wettermodelle. Der Wettunternehmer ist die juristische Person, der die Bewilligung erteilt wurde. Wer die Seite bewertet, kommt um diese Begriffe nicht herum, weil das Glücksspielgesetz (GSpG) Sportwetten nicht erfasst und die Bundesländer daher eigene Wege gehen.
Sportwetten sind in Österreich kein Glücksspiel im Sinne des Bundesgesetzes. Das hat der Verwaltungsgerichtshof schon 2015 festgestellt und 2026 für Oberösterreich bestätigt. Damit fällt die Bundeslizenz als Instrument aus und die Länder treten ein. Eine nationale Aufsichtsbehörde, ein nationales Sperrregister und ein nationales Einzahlungslimit für Sportwetten existieren nicht. Wer eine Wettseite auswählt, entscheidet sich zugleich für ein bestimmtes Landesrecht — oder bewusst dafür, dieses Landesrecht zu verlassen.
Wie sich Anbieter in Österreich unterscheiden
Vier Achsen sortieren das Feld. Die Bewilligung trennt die Gruppe mit genannter Landesbewilligung von der Gruppe, die nur eine ausländische Lizenz vorlegt. Das Quotenniveau misst, wie viel Prozent der Einsätze ein Markt als Gewinn wieder auszahlt; je höher die Auszahlungsquote, desto niedriger die Marge des Buchmachers. Das Wettprogramm beschreibt, wie breit das Angebot an Sportarten, Ligen und Märkten ausfällt — von Fußball und Tennis über Eishockey und Kampfsport bis zu den Nischen, die ein Saisonkalender bereithält. Zahlungswege und Limits betreffen die Ein- und Auszahlung, das Tempo der Auszahlung und die Limits, die der Anbieter selbst oder das Land setzt.
Wettseiten mit PayPal, neue Wettseiten, Wettseiten mit Bitcoin oder Wettseiten ohne Ausweis sind Varianten, die im selben Spielfeld auftauchen. Eine Bewilligung beantwortet nicht jede dieser Fragen, weil das Land die Spielregeln setzt und der Betreiber sie ausfüllt. Wer „Wettseite für alles“ sucht, sollte deshalb zuerst klären, welche Sportarten, welche Limits und welche Quotenformate wirklich wichtig sind, und dann prüfen, welche Seite diese Felder auch tatsächlich bedient.
Rechtslage und Bewilligung in den Bundesländern
Die Rechtslage in Österreich ist Ländersache. Jedes Bundesland hat sein eigenes Wettgesetz und seine eigene Bewilligungsbehörde. Niederösterreich regelt Sportwetten im NÖ Wettgesetz vom 27. Mai 2020 (LGBl. Nr. 58/2020), die Bewilligung erteilt die NÖ Landesregierung. Wien hat das Wiener Wettengesetz (LGBl. Nr. 26/2016), zuständig ist der Magistrat der Stadt Wien. Oberösterreich arbeitet mit dem Oö. Wettgesetz und der Oö. Landesregierung, Tirol mit dem Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz und der Tiroler Landesregierung. Die übrigen Länder ziehen mit eigenen Texten nach.

Die Folge für die Bewertung: Eine Wettseite, die eine Bewilligung der NÖ Landesregierung nennt, ist nach niederösterreichischem Recht zugelassen, nicht automatisch in Oberösterreich oder Wien. Eine Wettseite, deren Impressum schweigt, hat keine überprüfbare Bewilligung. Eine ausländische Lizenz aus Malta, Gibraltar, Curaçao oder Anjouan ist keine österreichische Bewilligung und steht nicht im österreichischen Landesrecht — sie kann aber sehr wohl die Grundlage sein, unter der ein Anbieter Spieler aus Österreich bedient, mit allen Unsicherheiten, die daraus folgen.
Die Verwaltungsgerichte haben den Standort des Servers, von dem aus der Anbieter die Wettdaten bereitstellt, als Anker für die Landesbewilligung bestätigt. Wer aus Wien spielt und ein Wettangebot nutzt, das sein Datenangebot aus Niederösterreich bezieht, fällt für die Bewilligungsfrage nach niederösterreichischem Recht. Das ist die rechtstechnische Seite, in der Praxis zählt, was im Impressum steht und was die zuständige Landesbehörde führt.
Verantwortungsvolles Wetten und Spielerschutz
Der Spielerschutz ist in Österreich je Bundesland unterschiedlich ausgestaltet. Eine nationale Altersgrenze für Sportwetten gibt es nicht; die Länder setzen sie selbst, üblich ist 18 Jahre. Wer bei tipp3 wettet, gibt das Alter bei der Registrierung an und der Betreiber prüft es systemtechnisch. Wer unter 18 ist, kann kein Konto eröffnen.
Eine nationale Sperrdatei für Sportwetten gibt es ebenfalls nicht. Die Glücksspielreform 2026, die ein Sperrregister und ein Limitregister schaffen will, betrifft das Glücksspielgesetz und damit Lotterien und Casinospiele — nicht die klassische Sportwette. Wer sich selbst aussperren will, muss das je Anbieter tun. Die Palette reicht von kurzen Pausen bis zu mehrjährigen Sperren, beide werden vom Anbieter umgesetzt und sind nach dem Start in der Regel nicht aufhebbar.
Einzahlungs- und Einsatzlimits setzt jeder Anbieter im eigenen Rahmen. tipp3 erlaubt ein wöchentliches Einzahllimit von bis zu 1.950 €, ein tägliches Einsatzlimit bis 10.000 € und ein wöchentliches Verlustlimit bis 5.000 €; eine Erhöhung greift erst nach 72 Stunden, eine Herabsetzung sofort. win2day staffelt nach Alter: bis 26 Jahre maximal 250 € pro Woche, ab 26 Jahren maximal 1.680 € pro Kalendermonat, jeweils auf Antrag individuell erhöhbar. Gewinne zählen nicht zum Limit. Vierklee und Admiral veröffentlichen ihre Limits in den AGB, kleinere Anbieter mit ausländischer Lizenz veröffentlichen sie teils gar nicht — was das eigene Spielerverhalten angeht, ist das ein Hebel, den der Spieler selbst in der Hand hat.
Hilfe für Spielerinnen und Spieler bietet die österreichische Beratungsstelle Spielsuchthilfe und die Plattform playsponsible.at. Wer merkt, dass das Wetten außer Kontrolle gerät, kann sich an diese Stellen wenden — unabhängig davon, bei welchem Anbieter das Konto läuft.
Bonus, Gratiswette und Startguthaben richtig lesen
Wettseiten mit Startguthaben, Wettseiten mit Bonus, Wettseiten mit Bonus ohne Einzahlung — die Liste der Varianten ist lang, die Mechanik dahinter wiederholt sich. Drei Größen entscheiden, was ein Angebot tatsächlich kostet: der Umsatzfaktor, die Mindestquote und die Frist.
Der Umsatzfaktor sagt, wie oft der Bonusbetrag — oder Bonus plus Einzahlung — durchgespielt werden muss, bevor eine Auszahlung möglich ist. Ein Faktor von 5 auf den Bonus heißt: 500 € Umsatz bei 100 € Bonus. Die Mindestquote legt fest, welche Einzelwetten zählen. Viele Anbieter setzen sie auf 1,50 oder 2,00; bei Kombiwetten gilt die Quote je Auswahl, nicht die Gesamtquote. Die Frist begrenzt, wie lange der Spieler Zeit hat — typisch sind 14, 30 oder 60 Tage.
Das Beispiel Slotuna zeigt, wie das in der Praxis aussieht. Beim Sport-Erstbonus gilt eine Mindestquote von 1,50 je Auswahl, der Umsatz ist innerhalb von 30 Tagen zu erfüllen, pro Wette zählen höchstens 50 € zum Umsatz, Einzahlungen per Skrill und Neteller sind nicht bonusberechtigt. Vierklee kündigt einen Bonus von bis zu 100 € an, ohne die Bedingungen im Detail zu nennen — was nachgefragt werden muss, bevor das Angebot angenommen wird. Admiral und tipp3 arbeiten mit eigenen Aktionsformaten, die sich nach Aktionsseite und AGB richten.
Wer den Bonus bewertet, liest die Bedingungen, nicht die Überschrift. Eine „100 %“ Aktion mit 20-fachem Umsatz und einer Mindestquote von 2,00 kostet mehr als eine „50 %“ Aktion mit 5-fachem Umsatz und Mindestquote 1,50. Die Auszahlungsquote des Marktes, auf dem umgesetzt wird, entscheidet am Ende darüber, wie viel von dem Bonus übrig bleibt.
Wettprogramm: von Fußball bis Eishockey
Die Wettprogramme der Anbieter in Österreich fallen sehr verschieden aus. Die Wettseiten mit österreichischer Bewilligung decken das Inland grundsätzlich gut ab: Bundesliga, Cup, Erste Liga, ÖFB-Team und die unteren Klassen sind in der Regel vorhanden, dazu Tennis, Eishockey und die Randsportarten, die im heimischen Kalender eine Rolle spielen. Bei den ausländischen Marken ist Fußball international sichtbar breiter, die heimische Erste Liga kann aber dünner ausfallen.
Tennis gehört zum Pflichtprogramm, ATP, WTA, ITF und die Grand-Slam-Turniere sind bei allen Marken mit Bewilligung gesetzt. Eishockey ist mit der ICE Hockey League und der NHL ein zweites Standbein. Kampfsportarten wie MMA und Boxen werden von wenigen Anbietern in der Tiefe geführt, die für UFC und die europäischen Ligen gefragte Quote ist nicht überall verfügbar. E-Sports und Counter-Strike sind ein Feld, in dem die internationalen Marken ihre Stärke haben — was die österreichische Bewilligung angeht, ist die Lage offen und kein Anbieter wirbt mit einer eSportwettenbewilligung im engeren Sinn.
Livewetten sind ein zweiter Hebel. Einige Länder begrenzen das Livewettenangebot: Wien erlaubt Livewetten nur auf Teilergebnisse oder das Endergebnis, Oberösterreich auf einen numerischen Zwischen- oder Endbefund oder auf den nächsten Torschützen. Wer aus Wien wettet, bekommt bei einem Anbieter mit Wiener Bewilligung nicht jede Livewette, die das Programm zeigt. Die Serverstandortregel des Verwaltungsgerichtshofs verschiebt das mitunter: Wer sein Wettangebot aus Oberösterreich bezieht, fällt für die Livewettenfrage nach oberösterreichischem Recht.
Beispielrechnung: Marge eines Zwei-Wege-Marktes
Die Marge eines Marktes ist das, was der Buchmacher von jedem eingesetzten Euro einbehält. Bei einem Zwei-Wege-Markt, hier beispielhaft mit zwei Quoten von 1,90 auf jede Seite, ergibt sich die Auszahlungsquote als 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90), also 1 ÷ (0,5263 + 0,5263) ≈ 1 ÷ 1,0526 ≈ 0,95 oder 95 %. Die Marge ist 100 % minus 95 %, also 5 %.
Das gilt als Band: Bei zwei ausgeglichenen Quoten von 1,90 / 1,90 liegt die Marge nahe 5 %, bei 1,85 / 1,85 steigt sie auf rund 8 %, bei 1,95 / 1,95 sinkt sie auf knapp 2,5 %. Wer das Quotenniveau einer Wettseite bewertet, vergleicht deshalb am besten mehrere Märkte, weil eine einzelne Quote wenig über die Gesamtstruktur aussagt.
Beste Wettseiten Österreich 2026 im Vergleich
Das Ranking beruht auf fünf Kriterien, die zusammen die Reihenfolge bestimmen: die Bewilligungslage und ihre Nachvollziehbarkeit, das Quotenniveau über mehrere Sportarten, die Breite des Wettprogramms, das Angebot an Zahlungswegen und die Limits je Anbieter. Die ersten fünf Plätze belegen Wettseiten, deren Impressum eine Landesbewilligung nennt; die Plätze sechs bis zehn sind Marken ohne österreichische Bewilligung, die österreichische Spielerinnen und Spieler im Angebot finden und nach denselben Kriterien bewertet werden, mit dem ausdrücklichen Hinweis auf die fehlende Bewilligung.
| Marke | Österreichische Bewilligung | Genannte Lizenz / Konzession | Betreiber |
|---|---|---|---|
| tipp3 | Bewilligung NÖ Landesregierung (Bescheid 10.12.2020, IVW1-Wett-47/001-2020) | NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020) | Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H. |
| win2day | Bewilligung NÖ Landesregierung (Bescheid 10.12.2020, IVW1-Wett-47/001-2020) | NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020); Lotterie und Casino unter GSpG | Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH |
| Starsportwetten | Bewilligung (Bescheid 8. März 2022) | Bundesland und Bescheidnummer nicht veröffentlicht | Star Sportwetten GmbH |
| Admiral | Bewilligung OÖ Landesregierung | Oö. Wettgesetz | ADMIRAL Sportwetten GmbH |
| Vierklee | Bewilligung Tiroler Landesregierung (Zl. IIa.10.065/144-0) | Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz | Vierklee Wettbüro GmbH |
| Merkur Bets | Bewilligung (Bundesland nicht veröffentlicht) | nicht veröffentlicht | nicht veröffentlicht |
| Slotuna | ohne österreichische Bewilligung | Anjouan ALSI-152406028-FI2 | nicht in österreichischer Quelle |
| LeoVegas | ohne österreichische Bewilligung | Malta Gaming Authority | LeoVegas Gaming Ltd. (Malta), Kambi-Plattform |
| Ybets | ohne österreichische Bewilligung | Anjouan ALSI-202411003-FI1 | Sigg Marketing Limited (Seychellen) |
| 888sport | ohne österreichische Bewilligung | Gibraltar | Evoke plc (Gibraltar), LSE: EVOK |
Die Spalten sind nach den Angaben der Betreiber gefüllt, soweit sie im Impressum, in den AGB oder in der Wettordnung stehen. Wo ein Feld leer ist, schweigt der Anbieter zu dem Punkt — was je nach Feld eine andere Bedeutung hat. Ein leeres Feld bei „Bundesland“ einer Bewilligung heißt, dass die Bewilligung existiert, aber das Bundesland nicht in der Quelle genannt wird. Ein leeres Feld bei „Betreiber“ einer ausländischen Marke heißt, dass die österreichische Vertretung fehlt.
tipp3
tipp3 ist der Anbieter, an dem sich die österreichische Bewilligungsfrage am klarsten beantworten lässt. Das Impressum nennt die Bewilligung der NÖ Landesregierung mit Bescheid vom 10. Dezember 2020 (Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020), die Rechtsgrundlage ist das NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020), der Betreiber ist die Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H. mit Sitz am Rennweg 44 in 1038 Wien. Wer tipp3 nutzt, wettet innerhalb der österreichischen Landeskonzession, mit allen Regeln, die daraus folgen.
Das Vertriebsnetz ist breit: über 3.600 Annahmestellen österreichweit nach der aktuellen Hilfe-Seite, daneben die Trafik-App und die Online-Plattform. Die Wettgebühr von 5 % wird vom Anbieter so getragen, dass verlorene Wetten gebührenfrei bleiben; bei gewonnenen Wetten werden 5 % des Gewinns abgezogen. Ein Beispiel: 10 € Einsatz, Quote 2,00, Bruttogewinn 20 €, abzüglich 1 € Gebühr, möglicher Gewinn 19 €. Gewinne aus Cash-Outs und aus den „ja/nein“- und „alle 7“-Wetten sind ausgenommen.
Die Limits sind direkt aus den Nutzungsbedingungen ablesbar. Wöchentliches Einzahllimit bis 1.950 €, tägliches Einsatzlimit bis 10.000 €, wöchentliches Verlustlimit bis 5.000 €. Eine Limit-Erhöhung greift erst nach 72 Stunden, eine Herabsetzung sofort. Die Spielpause beträgt 1, 3 oder 6 Monate mit Verbleib des Guthabens im Konto; die Selbstsperre ist auf 1, 2 oder 3 Jahre angelegt und nicht aufhebbar. Die Altersgrenze liegt bei 18 Jahren. Einzelwetten sind ab Quote 1,06 zulässig, niedrigere Quoten gehen nur in Kombi- oder Systemwetten, eine Kombiwette kann 3 bis 10 Tipps verbinden.
Vorteile: vollständig nachvollziehbare Bewilligung, breites Vertriebsnetz, klare Limitstruktur, transparente Wettgebühr-Behandlung. Nachteile: das Wettprogramm konzentriert sich auf den österreichischen und deutschsprachigen Markt, internationale Nischen wie UFC oder CS2 sind dünner als bei spezialisierten internationalen Marken.
tipp3 ist die erste Wahl für alle, die mit ruhigem Gewissen innerhalb der österreichischen Landeskonzession wetten wollen und das dichte Annahmestellennetz schätzen.
win2day
win2day ist die zweite Marke mit klar dokumentierter NÖ Bewilligung. Die Wettordnung nennt die Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH als Betreiber, die Bewilligung datiert auf den 10. Dezember 2020 (Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020), die Rechtsgrundlage ist das NÖ Wettgesetz. Lotterie- und Casinoangebote laufen unter der bundesweiten GSpG-Konzession und gehören nicht zur Sportwette — wer die Seite nutzt, sollte die zwei Regime nicht vermischen.
Die Sportwette selbst bietet ein klares Profil. Das Einzahlungslimit ist altersgestaffelt: bis 26 Jahre 250 € pro Woche (Freitag bis Donnerstag), ab 26 Jahren 1.680 € pro Kalendermonat, jeweils auf Antrag individuell erhöhbar. Gewinne zählen nicht zum Limit. Das ist eine der strengeren Limitstrukturen im österreichischen Markt und schränkt das Wochenbudget jüngerer Spieler deutlich ein.
Die Spielbedingungen sind über die Wettordnung zugänglich. Die Aufsicht über die Annahmestellen führen die jeweiligen Landesregierungen, in Wien der Magistrat. Das Alter wird mit 18 Jahren vorgegeben. Wettprogramm und Quoten sind über die Webseite zugänglich, ein Schwerpunkt liegt auf den heimischen Ligen.
Vorteile: klare NÖ Bewilligung, altersdifferenzierte Limitstruktur, einfache Zuordnung zwischen Sportwette und Lotterie. Nachteile: das niedrige Wochenlimit für unter 26-Jährige schließt ambitionfittere Hobbywetter in dieser Altersgruppe aus.
win2day passt zu allen, die ein geregeltes Sportwettenangebot mit klarer österreichischer Konzession suchen und kein Interesse an hohen Wochenlimits haben.
Starsportwetten
Starsportwetten ist die dritte Marke mit einer genannten Bewilligung. Die App-Beschreibung im Google-Play-Eintrag nennt einen Bescheid vom 8. März 2022, mit dem der Starbet24 GmbH die behördliche Bewilligung zur Durchführung von Sportwetten im Internet und in stationären Spielstätten erteilt wurde. Das Impressum selbst veröffentlicht weder das Bundesland noch die Bescheidnummer; die Bewilligung wird also behauptet, ohne dass die zugrundeliegende Aktenzahl direkt nachvollziehbar wäre.
Inhaltlich richtet sich das Angebot an den heimischen Markt. Fußball, Tennis, Eishockey und die gängigen Randsportarten sind gesetzt. Die Quoten liegen im Mittelfeld, ohne dass eine Tabelle sie abschließend belegt. Limits und Sperren sind in den AGB geregelt.
Vorteile: beworbene Bewilligung mit konkretem Bescheiddatum, App-basierter Zugang. Nachteile: das fehlende Bundesland und die fehlende Bescheidnummer im Impressum machen die Überprüfung für den Spieler aufwendiger als bei tipp3 oder win2day.
Starsportwetten passt zu Spielern, die eine österreichische Bewilligung bevorzugen und mit der App-Vertriebsform zufrieden sind, aber bereit sind, die Bewilligungsakte selbst zu prüfen.
Admiral
Admiral gehört seit Langem zum österreichischen Wettbild. Die ADMIRAL Sportwetten GmbH mit Sitz in Gumpoldskirchen gehörte zur Novomatic-Gruppe; das Unternehmen wurde von Walter Grubmüller gegründet und war zwischen 2001 und 2006 an der Wiener Börse notiert. Heute ist die Marke im Besitz der Novomatic-Gruppe und arbeitet mit einer Bewilligung der OÖ Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz.
Das Profil ist über das Wettprogramm definiert. Admiral deckt Fußball, Tennis, Eishockey und die typischen Randsportarten ab; die Quoten liegen überwiegend im soliden Mittelfeld, die Wettterminals in den Annahmestellen ergänzen das Online-Angebot. Limits und Sperren regelt der Betreiber in seinen AGB.
Vorteile: Bewilligung mit klarem Landesbezug, stationäres Netz mit Wettterminals als Ergänzung zur Online-Plattform, Börsenhistorie als Indikator für Transparenz. Nachteile: Quoten und Wettprogramm sind nicht in jedem Fall so tief wie bei internationalen Spezialisten.
Admiral passt zu Wettkunden, die den Weg über Annahmestelle und Wettterminal schätzen und eine österreichische Bewilligung erwarten.
Vierklee
Vierklee führt im Impressum die Buchmacherlizenz IIa.10.065/144-0 des Amtes der Tiroler Landesregierung; anwendbare Rechtsvorschrift ist das Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz. Das ist eine der seltenen Stellen, an denen der Lizenzzuschnitt mit Aktenzahl direkt nachvollziehbar ist. Die Marke gehört zur Vierklee Wettbüro GmbH.
Im Wettprogramm konzentriert sich Vierklee auf den heimischen Markt. Fußball, Tennis, Eishockey, dazu die kleineren Ligen und Randsportarten sind gesetzt. Auf der Startseite wird Neukunden ein Bonus von bis zu 100 € angekündigt, die konkreten Bonusbedingungen werden auf der Info-Seite nicht im Detail veröffentlicht.
Vorteile: klar nachvollziehbare Tiroler Bewilligung mit Aktenzahl, heimisches Profil. Nachteile: fehlende Detailtransparenz bei den Bonusbedingungen verlangt vom Spieler eine eigene Nachfrage vor Annahme des Angebots.
Vierklee passt zu Spielern, die eine klar rückverfolgbare Bewilligung schätzen und das Tiroler Wettgesetz als Rahmen akzeptieren.
Merkur Bets
Merkur Bets ist die österreichische Sportwetten-Marke der Merkur Group, ehemals Cashpoint Sportwetten mit Sitz in Gerasdorf bei Wien, gegründet 1996. Seit Juni 2025 tritt die Sparte unter dem Namen Merkur Bets auf. Der Betreiber selbst ist nicht in der zentralen Quelle veröffentlicht; die Bewilligung wird vom Anbieter genannt, ohne dass ein konkretes Bundesland oder ein Bescheid in der Quelle stehen.
Das Wettprogramm folgt dem Cashpoint-Erbe: Fußball als Schwerpunkt, Tennis und Eishockey als zweite Reihe, dazu die kleineren Randsportarten. Die Quoten liegen im Mittelfeld, das Terminalnetz im stationären Bereich bleibt über die Merkur-Gruppe zugänglich.
Vorteile: beworbene Bewilligung mit klarer Markenlinie, heimische Verwurzelung. Nachteile: das fehlende Bundesland und die fehlende Bescheidnummer in der zentralen Quelle schmälern die Nachvollziehbarkeit gegenüber tipp3, win2day oder Vierklee.
Merkur Bets passt zu Spielern, die mit der Merkur-Gruppe aus dem stationären Bereich vertraut sind und den Markenwechsel von Cashpoint zu Merkur Bets mitgegangen sind.
Slotuna
Slotuna gehört in die Gruppe der Anbieter ohne österreichische Bewilligung. Die Marke führt in der Quelle die Lizenz Anjouan ALSI-152406028-FI2; eine österreichische Landesbewilligung ist nicht aufgeführt. Der Betreiber selbst wird in der österreichischen Quelle nicht eigens ausgewiesen. Die Rechtslage ausländisch geführter Anbieter ist, wie im Abschnitt zur Rechtslage dargelegt, je nach Bundesland unterschiedlich zu lesen; eine pauschale Aussage zur Legalität ist nicht möglich.
Das Bonusprofil ist klar dokumentiert. Beim Sport-Erstbonus gilt eine Mindestquote von 1,50 je Auswahl in der Kombiwette, der Umsatz innerhalb von 30 Tagen nach der ersten Einzahlung, pro Wette zählen höchstens 50 € zum Umsatz, Einzahlungen per Skrill und Neteller sind nicht bonusberechtigt. Das ist eine vergleichsweise maßvolle Bonusstruktur mit klaren Zahlen.
Vorteile: klar dokumentierte Bonusbedingungen, breites internationales Wettprogramm. Nachteile: keine österreichische Bewilligung, daher keine österreichische Beschwerdestelle und kein österreichisches Sperrregime; die Bedingungen sind auf den Bonus ausgerichtet, das langfristige Quotenniveau ist aus der Quelle nicht abzuleiten.
Slotuna passt zu Spielern, die ausdrücklich einen Anbieter mit ausländischer Lizenz wählen und sich über die fehlende österreichische Bewilligung im Klaren sind.
LeoVegas
LeoVegas ist die Sportwetten-Marke der LeoVegas-Gruppe mit Sitz in Stockholm. Die Plattform für das Sportsbook kommt von Kambi; die Marke gehört zu LeoVegas Gaming Ltd. in Malta, einer Tochter von MGM Resorts International. Die österreichische Bewilligung fehlt; die genannte Lizenz ist die der Malta Gaming Authority.
Das Profil ist international. Fußball, Tennis, Basketball, US-Sportarten und Eishockey sind tief aufgestellt, dazu kommen die Nischen, in denen Kambi-Anbieter üblicherweise stark sind. Livewetten und Cash-Out sind Teil des Angebots.
Vorteile: breites internationales Wettprogramm, Kambi-Plattform als technische Grundlage, MGA-Lizenz als international anerkannte Aufsicht. Nachteile: keine österreichische Bewilligung, daher keine österreichische Beschwerdestelle; die MGA-Lizenz ist kein Ersatz für die österreichische Landeskonzession.
LeoVegas passt zu Spielern, die auf ein breites Wettprogramm und eine MGA-Lizenz Wert legen und die fehlende österreichische Bewilligung bewusst in Kauf nehmen.
Ybets
Ybets wird laut Nutzungsbedingungen von der Sigg Marketing Limited betrieben, registriert unter der Nummer 238992 mit Sitz in Victoria, Mahé, Seychellen. Die Webseite ist unter dem Namen Ybets erreichbar. Die Lizenz ist die Anjouan-Lizenz ALSI-202411003-FI1; eine österreichische Bewilligung ist nicht aufgeführt.
Das Profil ist auf den internationalen Markt zugeschnitten. Fußball, Tennis, Basketball und E-Sports sind die Schwerpunkte. Die Quoten und Limits sind aus der zentralen Quelle nicht im Detail abzuleiten.
Vorteile: einfache Lizenzzuordnung über die Anjouan-Nummer, klarer Betreiber in den AGB. Nachteile: keine österreichische Bewilligung, Sitz in einer Jurisdiktion außerhalb der EU-Aufsichtstradition, keine österreichische Beschwerdestelle.
Ybets passt zu Spielern, die einen kleinen, spezialisierten Anbieter mit klarer Lizenzangabe suchen und die fehlende österreichische Bewilligung akzeptieren.
888sport
888sport gehört zur Evoke plc, früher 888 Holdings, mit Sitz in Gibraltar und einer Glücksspiellizenz der Regierung von Gibraltar. Die Gruppe ist an der London Stock Exchange unter dem Kürzel EVOK notiert. Eine österreichische Bewilligung wird in der Quelle nicht genannt.
Das Profil ist breit. Fußball, Tennis, Pferderennen und US-Sportarten sind gesetzt, die Quoten liegen international wettbewerbsfähig. Livewetten und Cash-Out sind Teil des Angebots.
Vorteile: börsennotierter Mutterkonzern, Gibraltar-Lizenz als international anerkannte Aufsicht, breites Wettprogramm. Nachteile: keine österreichische Bewilligung, damit keine österreichische Beschwerdestelle; die Gibraltar-Aufsicht ist kein Ersatz für die österreichische Landeskonzession.
888sport passt zu Spielern, die eine börsennotierte Marke mit Gibraltar-Lizenz bevorzugen und auf ein breites Programm Wert legen.
Wettgebühr, Quoten und das Beispiel aus Niederösterreich
Seit dem 1. April 2025 unterliegen in Österreich alle Einsätze auf Sportwetten einer Wettgebühr von 5 %. Die Rechtsgrundlage ist § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG in der Fassung von BGBl. I Nr. 7/2025; bis dahin lag der Satz seit 1. Oktober 2005 bei 2 %. Die Gebühr schuldet, wer die Wette gewerblich abschließt oder vermittelt, nicht der Spieler; die Frage, ob und wie der Anbieter sie weitergibt, ist seine Sache.
tipp3 hat eine klare Linie. Bei verlorenen Wetten trägt der Anbieter die Gebühr selbst, bei gewonnenen Wetten werden 5 % des Gewinns abgezogen. Das Beispiel: 10 € Einsatz, Quote 2,00, Bruttogewinn 20 €, abzüglich 1 €, möglicher Gewinn 19 €. Cash-Out-Gewinne sowie Gewinne aus „ja/nein“- und „alle 7“-Wetten sind ausgenommen. Das ist ein Modell, das die Wettgebühr sichtbar an den Gewinn heftet und die verlorene Wette gebührenfrei lässt.
Die anderen Anbieter kommunizieren die Wettgebühr weniger klar. Manche senken die Quote um den Faktor der Gebühr, andere tragen sie vollständig, andere ziehen sie vom Gewinn ab. Wer bei einem Anbieter ohne klare Aussage wettet, sollte die eigene Rechnung machen: Bei einer Quote von 1,90 und 5 % Wettgebühr auf den Gewinn sinkt der Bruttogewinn von 19 € auf 18,05 €; bei einer Quote, die bereits um die Wettgebühr gesenkt wurde, sieht die Rechnung anders aus. Die Wettgebühr zahlt in beiden Fällen jemand — entweder der Anbieter oder der Spieler über die Quote.
Was die Wettgebühr mit der Auszahlungsquote macht
Die Auszahlungsquote eines Marktes ist das eine, die Wettgebühr ist das andere. Beide addieren sich nicht einfach: Die Auszahlungsquote beschreibt, was der Markt an die Spielerinnen und Spieler zurückgibt; die Wettgebühr ist eine staatliche Abgabe, die unabhängig davon fällig wird. Ein Markt mit 95 % Auszahlungsquote und 5 % Wettgebühr auf den Bruttogewinn hat netto eine niedrigere effektive Auszahlung als ein Markt mit 93 % Auszahlungsquote und gebührentragendem Anbieter. Wer Vergleiche anstellt, muss beide Hebel mitdenken.
In der Praxis zeigt sich das an einem konkreten Fall. Eine Einzelwette mit Einsatz 100 €, Quote 1,90: Bruttogewinn 90 €, Auszahlung inklusive Einsatz 190 €. Bei 5 % Wettgebühr auf den Gewinn bleiben 85,50 € Gewinn, 185,50 € Auszahlung. Bei einer Quote, die bereits auf 1,85 gesenkt ist und bei der der Anbieter die Gebühr trägt: Bruttogewinn 85 €, Auszahlung 185 €. Die Differenz ist klein, und der Mechanismus ist wichtig — wer Anbieter A und Anbieter B vergleicht, sollte prüfen, ob die Differenz aus einer echten Quotensenkung oder aus der Weitergabe der Wettgebühr kommt.
Wie diese Seite eine Wettseite bewertet
Diese Seite bewertet Wettseiten in vier Stufen. Zuerst die Bewilligung: Wer eine genannte Landesbewilligung vorlegt, wird in der ersten Gruppe geführt; wer nur eine ausländische Lizenz nennt, wird in der zweiten Gruppe geführt, mit dem ausdrücklichen Hinweis auf die fehlende österreichische Bewilligung. Zweitens das Quotenniveau, gemessen anhand dokumentierter Auszahlungsquoten bekannter Märkte — eine einzelne Quote sagt wenig, das Muster über mehrere Märkte mehr. Drittens das Wettprogramm: Welche Sportarten, Ligen und Märkte sind gesetzt? Wie tief ist das Angebot in den Randsportarten? Viertens die Limits und Zahlungswege: Welche Ein- und Auszahlungsmethoden akzeptiert der Anbieter? Welche Limits setzt er selbst oder das Land? Wie schnell zahlt er aus?
Eine ausländische Lizenz schließt einen Anbieter nicht aus der Bewertung aus. Sie verschiebt das Spielfeld: Wer bei LeoVegas oder 888sport wettet, hat keinen österreichischen Ansprechpartner für Streitfälle, kann aber sehr wohl eine international anerkannte Aufsicht ansprechen. Wer bei einem Anbieter mit Anjouan-Lizenz wettet, hat eine Lizenzbehörde, die weniger EU-Aufsichtstradition hat als die MGA — was nicht zwingend schlecht ist, aber eine bewusste Wahl. Wer bei einem Anbieter ohne klar nachvollziehbare Lizenz wettet, sollte vorher fragen, welche Aufsicht überhaupt zuständig ist.
Die Hierarchie der Kriterien ist nicht starr. Für den Gelegenheitswetter, der zu Weihnachten auf die österreichische Bundesliga setzt, zählt die Bewilligung mehr als das tiefste Wettprogramm. Für den UFC-Fan, der monatlich auf Kämpfe wettet, zählt das Programm mehr als die Bewilligung. Wer aus Wien wettet und Livewetten liebt, sollte prüfen, ob sein Anbieter das Wiener Livewettenregime einhält. Wer ein hohes Wochenbudget hat, sollte prüfen, ob der Anbieter ein ausreichendes Limit anbietet — oder ob das win2day-Modell mit 250 € pro Woche für unter 26-Jährige nicht doch das eigene Verhalten zähmt.
Wettkundenkarte, Annahmestelle und das stationäre Netz
Das österreichische Wettwesen ist nicht nur online. Die Annahmestelle, umgangssprachlich Trafik, ist der Ort, an dem tipp3 und andere ihre Wettscheine verkaufen. Die Wettkundenkarte ist die Karte, mit der sich ein Spieler in der Annahmestelle ausweist und das Spielkonto führt. Wer in Österreich wettet, kann online und stationär kombinieren, mit denselben Limits, demselben Konto und denselben Sperren.
Das ist ein Vorteil, den die Online-only-Marken aus der zweiten Gruppe nicht bieten. Wer eine Spielpause nimmt, kann sie in der Annahmestelle und online einhalten, ohne dass das System auseinanderfällt. Wer sich selbst sperren lässt, gilt in beiden Welten. Das dichte Netz der Annahmestellen — über 3.600 bei tipp3 nach der aktuellen Angabe des Betreibers — macht die Kombination praktisch, weil in fast jedem Stadtteil eine Annahmestelle erreichbar ist.
Für die Bewertung bedeutet das: Ein Anbieter mit österreichischer Bewilligung und dichtem Annahmestellennetz bietet eine Infrastruktur, die kein rein ausländischer Anbieter vorlegen kann. Wer auf diese Infrastruktur angewiesen ist — aus Gewohnheit, aus sozialer Kontrolle oder aus der einfachen Tatsache, dass man den Wettschein lieber in der Hand hält —, ist mit einem Anbieter der ersten Gruppe besser bedient. Wer keinen Wert auf das stationäre Netz legt, kann die zweite Gruppe ohne Verlust an Funktionalität nutzen.
Häufige Fragen zu Wettseiten in Österreich
Welche Wettseiten sind in Österreich von einem Bundesland bewilligt?
Eine bundeseinheitliche Liste bewilligter Wettseiten gibt es nicht; jedes der neun Länder vergibt seine eigene Bewilligung nach einem eigenen Wettgesetz. tipp3 und win2day nennen die NÖ Landesregierung mit dem Bescheid vom 10. Dezember 2020; Admiral nennt die OÖ Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz; Vierklee nennt die Tiroler Landesregierung mit der Aktenzahl IIa.10.065/144-0. Starsportwetten und Merkur Bets nennen eine Bewilligung, ohne das Bundesland zu veröffentlichen.
Gibt es eine bundesweite Liste bewilligter Wettanbieter?
Nein. Sportwetten sind in Österreich kein Glücksspiel im Sinne des Glücksspielgesetzes und fallen daher nicht unter die Bundeslizenz. Jedes Bundesland führt seine eigene Bewilligung, eine zentrale Stelle, die alle bewilligten Anbieter bündelt, existiert nicht. Wer prüfen will, ob ein Anbieter eine Bewilligung hat, sieht ins Impressum der Seite und vergleicht die Angaben mit den Veröffentlichungen der zuständigen Landesbehörde.
Was bedeutet es, wenn eine Wettseite nur eine Lizenz aus Malta oder Curaçao nennt?
Eine MGA-Lizenz aus Malta, eine Lizenz der Regierung von Gibraltar, eine Lizenz aus Curaçao oder Anjouan ist eine ausländische Lizenz und keine österreichische Landesbewilligung. Sie erlaubt dem Anbieter, in seinem Sitzstaat Sportwetten anzubieten; sie macht ihn nicht automatisch zu einem österreichischen Wettanbieter. Wer bei einem solchen Anbieter wettet, hat keine österreichische Beschwerdestelle und fällt nicht unter ein österreichisches Sperrregime; er kann sich an die ausländische Aufsicht wenden, deren Regeln und Sprache sich vom österreichischen Weg unterscheiden.
Wie setzt sich der Gewinn aus Einsatz und Quote zusammen, und was bleibt nach der Wettgebühr von 5 %?
Der Bruttogewinn ist Einsatz mal Quote minus Einsatz; bei 10 € Einsatz und Quote 2,00 sind das 10 €. tipp3 zieht davon 5 % Wettgebühr ab, im Beispiel also 1 €, der mögliche Gewinn bleibt bei 9 €. Die Wettgebühr wird nicht vom Einsatz abgezogen, sondern vom Bruttogewinn; verlorene Wetten sind bei tipp3 gebührenfrei. Andere Anbieter handhaben das anders und senken die Quote oder tragen die Gebühr.
Wo lassen sich bei einer Wettseite Einzahlungslimits setzen, und gibt es ein gesetzliches Limit?
Ein gesetzliches Einzahlungslimit für Sportwetten gibt es in Österreich nicht. Die Glücksspielreform 2026 plant ein Limitregister, das aber das Glücksspielgesetz und damit Lotterien und Casinos betrifft, nicht die klassische Sportwette. Wer ein Einzahlungslimit setzen will, macht das je Anbieter in dessen Kundenbereich: tipp3 erlaubt bis 1.950 € pro Woche, win2day staffelt nach 26 Jahren (250 € pro Woche oder 1.680 € pro Kalendermonat), andere Anbieter veröffentlichen eigene Werte in den AGB.
Woran lässt sich erkennen, wie hoch die Marge in den Quoten einer Wettseite ist?
Die Marge ist 100 % minus der Auszahlungsquote. Die Auszahlungsquote eines Zwei-Wege-Marktes ist 1 ÷ (1/Quote₁ + 1/Quote₂); bei 1,90 / 1,90 ergibt sich eine Auszahlungsquote von etwa 95 % und eine Marge von etwa 5 %. Bei 1,85 / 1,85 steigt die Marge auf rund 8 %, bei 1,95 / 1,95 sinkt sie auf knapp 2,5 %. Wer die Marge über mehrere Märkte vergleicht, bekommt ein Bild vom Quotenniveau der Seite. Eine einzelne Quote ist dafür zu wenig.
Was bedeutet es, wenn eine Wettseite keine österreichische Bewilligung nennt?
Die Frage hat zwei Seiten, die streng auseinandergehören. Für den Anbieter gilt das jeweilige Landesrecht: Wer ohne sie in einem Bundesland Sportwetten anbietet, riskiert eine Verwaltungsstrafe, in Wien bis zu 22.000 €, in Oberösterreich bis zu 20.000 €. Für den Spieler sieht die Lage anders aus: Eine Strafe für das Platzieren einer Sportwette bei einem ausländischen Anbieter wurde in den verfügbaren Quellen nicht festgestellt. Die Casinospiel-Rechtsprechung, die Verlustrückforderungen gegen Anbieter ohne Konzession erlaubt hat, hat keine sportwettenspezifische Entsprechung.
Die ehrliche Lesart: Eine ausländische Lizenz macht einen Anbieter nicht automatisch seriös oder unseriös, aber sie verschiebt die Beschwerdestelle. Bei einer österreichischen Bewilligung führt der Weg zur Landesregierung oder zum Magistrat, bei einer ausländischen Lizenz führt er zur Lizenzbehörde in Malta, Gibraltar, Curaçao oder Anjouan. Keine dieser Stellen ist per se die bessere — sie haben unterschiedliche Regeln, unterschiedliche Sprachen und unterschiedliche Reaktionszeiten.
Vergleich – Wettanbieter ohne Wettsteuer
Inhalt erstellt vom Team «Wettanbieter ohne Wettsteuer»
