Online auf Squash wetten in Österreich – was Bookies, Bewilligung und 5 % Wettgebühr kosten

Updated November 2026
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Stand: 6. November 2026 · Geprüft gegen die Wettordnungen von tipp3, win2day und die Angaben der Buchmacher im Impressum.

Squash ist im Wettprogramm österreichischer Buchmacher eher eine Randdisziplin. Die Quoten stehen, die Märkte sind schmal, und wer online auf Squash wetten will, muss zuerst entscheiden, ob er das bei einem Anbieter mit einer Bewilligung eines Bundeslandes tut oder bei einer Marke mit ausländischer Lizenz. Beides hat Folgen: für die Auszahlung, für die Spielpause, für das, was bei einer verlorenen Wette vom Einsatz übrig bleibt. Diese Seite geht das Stück für Stück durch.

Squashhalle mit weißen Wänden und hellem Holzboden, ein kleiner schwarzer Gummiball liegt neben einem Schläger auf der Linie, weiches Hallenlicht.
Seit dem 1. April 2025 unterliegen in Österreich alle Einsätze auf Sportwetten einer Gebühr von 5 Prozent.

Was Squash-Wetten im Wettprogramm eines Bookies überhaupt sind

Squash gehört nicht zu den Sportarten, um deren Willen ein österreichischer Buchmacher seine Seite aufbaut. Fußball, Tennis und Eishockey tragen die Programme, Squash erscheint allenfalls am Rand, oft nur bei großen Turnieren wie der PSA World Tour oder den World Championships. Wer auf Squash wetten will, sucht eher eine Nische als ein Hauptprogramm.

Welche Squash-Märkte typischerweise angeboten werden

Wer überhaupt Squash-Quoten findet, bekommt in der Regel den 1X2-Markt auf den Match-Sieger, gelegentlich Over/Under auf die Anzahl der Sätze oder Spiele und bei großen Turnieren Handicap-Linien auf den Favoriten. Live-Wetten sind selten und meist nur auf den nächsten Punkt oder das nächste Spiel beschränkt. Einen einheitlichen Marktkanon gibt es nicht; jedes Haus legt sein Programm selbst fest.

Wie Squash-Quoten zustande kommen

Die Quote, die der Buchmacher anzeigt, ist nicht die faire Wahrscheinlichkeit. Sie enthält die Marge, also den Anteil, den das Haus pro eingesetztem Euro einbehält. Bei einer Zwei-Wege-Wette auf einen Squash-Match mit Quoten von 1,90 und 1,90 ergibt sich rechnerisch ein Quotenschlüssel von etwa 95,0 % und eine Marge von 5,0 %. In der Praxis liegen Squash-Quoten eher bei einer Marge zwischen 5 % und 7 %; Ausreißer nach oben kommen vor, weil das Programm klein ist und das Haus weniger Wettbewerb hat. Die Spanne ist der Hinweis, nicht der Einzelfall.

Rechtslage in Österreich: neun Länder, keine nationale Lizenz

Wer in Österreich Sportwetten anbietet, braucht eine Bewilligung des Bundeslandes, in dem er die Wette vermittelt. Eine bundesweite Lizenz, ein zentrales Register und eine nationale Aufsichtsbehörde für Sportwetten gibt es nicht. Das unterscheidet Sportwetten von Lotterien und Online-Casinos, die unter das Glücksspielgesetz fallen und einer Bundes-Konzession unterliegen.

Ein aufgeschlagenes Notizbuch mit handgeschriebenen Stichworten liegt neben einem Kugelschreiber auf einem Holztisch, Tageslicht fällt von der Seite.
Rechtsgrundlage für tipp3-Sportwetten ist das NÖ Wettgesetz vom 27.05.2020 (LGBl. Nr. 58/2020).

Warum es kein nationales Wettregister gibt

Sportwetten sind nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofs (VwGH 2.7.2015, Ro 2015/16/0019) kein Glücksspiel im Sinne des Bundesgesetzes. Sie werden als Geschicklichkeitsspiel behandelt und fallen damit nicht unter die Konzessionspflicht des Glücksspielgesetzes. Die Länder haben daraufhin eigene Wettgesetze erlassen, die jeweils eine Bewilligung der Landesregierung verlangen. Niederösterreich regelt das im NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020), Wien im Wiener Wettengesetz (LGBl. Nr. 26/2016), Oberösterreich im Oö. Wettgesetz. Andere Bundesländer haben vergleichbare Regelungen.

Die Folge: Eine tipp3-Wette läuft unter einer Bewilligung der NÖ Landesregierung mit Bescheid vom 10.12.2020 (Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020), die win2day-Sportwetten nennen denselben Bescheid. Admiral nennt eine Bewilligung der OÖ Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz. Vierklee nennt die Buchmacherlizenz IIa.10.065/144-0 des Amtes der Tiroler Landesregierung, mit dem Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz als Rechtsgrundlage. Jedes dieser Häuser hat einen anderen Anker im föderalen System.

Was eine ausländische Lizenz in Österreich bedeutet

Marken wie Betway (Malta-Lizenz), Sportingbet (Malta, MGA/CRP/688/2019, ausgestellt am 01.10.2020) oder Dragonia (Anjouan) führen keine österreichische Landesbewilligung. Das bedeutet nicht, dass ihre Wetten verboten sind, und es bedeutet nicht, dass sie erlaubt sind. Die Rechtslage ist umstritten und hängt vom jeweiligen Land ab. Der VwGH hat am 9.4.2026 (Ra 2025/02/0037) entschieden, dass für die Frage, ob ein Online-Anbieter unter das Oö. Wettgesetz fällt, der Ort maßgeblich ist, von dem aus er die Daten bereitstellt. Daraus ergibt sich, dass Anbieter mit Servern außerhalb des Landes in den Geltungsbereich mancher Landgesetze fallen können und in den Geltungsbereich anderer nicht. Wer bei einem ausländischen Anbieter wettet, sollte sich bewusst sein, dass er sich in einer Grauzone bewegt, die österreichische Behörde für Beschwerden über das Produkt nicht zuständig ist und die österreichische Spielpause bei diesem Anbieter technisch nicht greift.

Einsatzlimits und Live-Wetten: was das Land vorschreibt

Die Einsatzlimits unterscheiden sich von Land zu Land. In Oberösterreich und Niederösterreich gilt ein Höchsteinsatz von 500 € pro Wette, in Wien an Terminals ohne Counter 50 €. Für Online-Wetten außerhalb dieser drei Länder ist eine gesetzliche Obergrenze nicht durchgehend etabliert. Live-Wetten sind in Wien nur auf Teilergebnisse oder das Endergebnis erlaubt, in Oberösterreich nur auf einen numerischen Zwischenstand, das Endergebnis oder den nächsten Punkt. Welche Regel in Niederösterreich aktuell gilt, ist nicht eindeutig dokumentiert.

Spielerschutz: was die Anbieter selbst regeln

Da es keine bundesweite Regelung gibt, fällt der Spielerschutz dem einzelnen Anbieter zu. Das beginnt beim Alter (18 Jahre), geht über selbst gesetzte Einzahlungslimits und reicht bis zur Selbstsperre. tipp3 lässt sich ab 18 spielen, bietet eine Spielpause von 1, 3 oder 6 Monaten (das Guthaben bleibt auf dem Konto) und eine Selbstsperre von 1, 2 oder 3 Jahren (das Guthaben wird auf das verknüpfte Bankkonto überwiesen). Beide Sperren sind nach dem Start nicht aufhebbar. win2day hat ein Einzahlungslimit von bis zu 250 € pro Woche (Freitag bis Donnerstag) bis zum Alter von 26 Jahren, ab 26 Jahren bis zu 1.680 € pro Kalendermonat, auf Antrag individuell erhöhbar. Gewinne zählen nicht zum Limit.

Ein Smartphone liegt mit dem Display nach unten auf einem Tisch neben einer Armbanduhr, im Hintergrund eine ruhige Wohnzimmerecke am Abend.
tipp3 bietet eine Spielpause von 1, 3 oder 6 Monaten sowie eine Selbstsperre von 1, 2 oder 3 Jahren.

tipp3 bietet zusätzlich ein wöchentliches Einzahllimit von bis zu 1.950 €, ein tägliches Einsatzlimit von maximal 10.000 € und ein wöchentliches Verlustlimit von maximal 5.000 €. Eine Limit-Erhöhung wird bei tipp3 erst nach 72 Stunden wirksam, eine Herabsetzung sofort. Eingestellt wird im Kundenprofil unter „Limits“.

Wo es keine einheitliche Sperre gibt

Die Selbstsperre gilt je Anbieter. Wer bei tipp3 gesperrt ist, kann bei win2day oder einem ausländischen Anbieter weiterspielen, wenn er dort ein Konto hat oder anlegt. Es gibt keinen österreichischen Sperrregister für Sportwetten. Die Glücksspielreform 2026 (Stand 14.10.2026 noch im Gesetzgebungsverfahren) plant ein Sperrregister und ein Limitregister, aber nur für Glücksspiele unter dem GSpG; Sportwetten sind ausdrücklich ausgenommen. Wer sich selbst sperren will, muss das bei jedem Anbieter einzeln tun.

Wo Spieler Hilfe finden

Die Anlaufstelle der Branche ist die österreichische Aufklärungskampagne. Bei Verdacht auf problematisches Spielverhalten ist die erste Adresse die Spielsuchtberatung der jeweiligen Bundeslandeinrichtung oder die Plattform Spielerinfo.at und ihre Angebote; allgemeine Information hält auch die Homepage der Branche bereit.

Die Wettgebühr: 5 % auf jeden Einsatz

Seit dem 1. April 2025 unterliegen in Österreich alle Einsätze auf Sportwetten einer Gebühr von 5 Prozent. Die Rechtsgrundlage ist § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG in der Fassung von BGBl. I Nr. 7/2025. Davor lag der Satz seit 1. Oktober 2005 bei 2 Prozent. Die Gebühr ist keine Steuer des Spielers; sie wird von demjenigen geschuldet, der die Wette gewerblich abschließt oder vermittelt. tipp3 gibt an, die Gebühr bei verlorenen Wetten selbst zu tragen, bei gewonnenen Wetten werden 5 Prozent des Gewinns abgezogen.

Wie sich 5 % auf den Gewinn auswirken

Ein Beispiel von tipp3: Bei einem Einsatz von 10 € und einer Quote von 2,00 beträgt der Bruttogewinn 20 €, die Gebühr 1 €, der mögliche Gewinn bleibt 19 €. Gewinne aus Cash-Outs sowie aus „ja/nein“- und „alle 7“-Wetten sind von dem Abzug ausgenommen. Ob andere Anbieter die Gebühr auf dieselbe Weise weitergeben oder in die Quote einpreisen, hängt von deren Geschäftsmodell ab. Wer bei einem Anbieter wettet, der die Gebühr auf den Gewinn schlägt, bekommt effektiv eine geringere Auszahlung als die Quote verspricht.

Die Gebühr gilt auch für Wetten bei ausländischen Anbietern

Die Wettgebühr ist auch dann fällig, wenn die Wette von Österreich aus bei einem ausländischen Anbieter platziert wird. Dass die Gebühr bezahlt wird, ist allerdings kein Nachweis für eine österreichische Bewilligung des Anbieters; die Gebühr wird vom österreichischen Fiskus eingezogen, nicht von der Buchmacheraufsicht.

Buchmacher für Squash in Österreich: wer was anbietet

Die folgende Tabelle ordnet die für Österreich relevanten Buchmacher ein. Wer Squash-Quoten sucht, prüft das aktuelle Wettprogramm des jeweiligen Anbieters.

Marke Österreichische Bewilligung Betreiber / berichtete Lizenz
tipp3 Bewilligung NÖ Landesregierung Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H.
win2day Bewilligung NÖ Landesregierung Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH
Admiral Bewilligung OÖ Landesregierung ADMIRAL Sportwetten GmbH
Starsportwetten Bewilligung (Land nicht genannt) Star Sportwetten GmbH
Vierklee Bewilligung Tiroler Landesregierung Vierklee Wettbüro GmbH
Merkur Bets Bewilligung (Land nicht genannt) –
Wildsino ohne österreichische Bewilligung –
Dragonia ohne österreichische Bewilligung Anjouan-Lizenz
Hahaspin ohne österreichische Bewilligung Anjouan-Lizenz
Betway ohne österreichische Bewilligung Malta Gaming Authority

tipp3 – der etablierte Inland-Bookie

tipp3 ist die Sportwettmarke der Österreichischen Sportwetten Gesellschaft m.b.H., gegründet im April 2000, mit dem ersten Wettschein am 24. August 2001. Das Angebot läuft über tipp3, die Trafik-App und rund 3.300 Trafiken und Annahmestellen österreichweit. Die Bewilligung der NÖ Landesregierung datiert vom 10.12.2020 unter dem NÖ Wettgesetz. Die Gebühr von 5 % auf Gewinne wird direkt abgezogen, und die Spielpause ist mit 1, 3 oder 6 Monaten und einer Selbstsperre von 1 bis 3 Jahren klar geregelt. Für tipp3 gilt eine Mindestquote von 1,06 für Einzelwetten, niedrigere Quoten gehen nur in Kombiwetten, in denen 3 bis 10 Tipps verbunden werden können. Squash ist im Programm, allerdings nicht durchgehend; bei großen PSA-Turnieren steigt die Markttiefe.

Verdienst: Wer eine österreichische Bewilligung will, findet sie hier. Wer mit kleinen Einsätzen arbeitet, hat den Vorteil klarer Limits und der Gebühr, die der Anbieter bei verlorenen Wetten selbst trägt.

win2day – Sportwetten der Lotterien

win2day ist die Plattform der Österreichischen Lotterien Gesellschaft mbH. Die Sportwetten sind nicht Bestandteil der GSpG-Konzession, sondern beruhen auf einer eigenen Bewilligung der NÖ Landesregierung (Bescheid vom 10.12.2020, IVW1-Wett-47/001-2020). win2day hat ein Einzahlungslimit, das altersabhängig gestaffelt ist: bis 26 Jahre maximal 250 € pro Woche, ab 26 maximal 1.680 € pro Kalendermonat. Wer das Limit erhöhen will, stellt einen Antrag. Das Wettprogramm enthält Squash-Quoten in der Regel nur bei internationalen Großereignissen.

Verdienst: Wer bereits ein win2day-Konto für Lotto oder Casino hat, bekommt die Sportwette ohne neues Konto. Das Limit ist klar dokumentiert und altersabhängig, was jungen Konten einen festen Rahmen gibt.

Admiral – der Oö.-bewilligte Bookie

Die ADMIRAL Sportwetten GmbH gehört zur Novomatic-Gruppe, das Unternehmen wurde von Walter Grubmüller gegründet und war von 2001 bis 2006 an der Wiener Börse notiert. Die Bewilligung ist eine jene der OÖ Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz. Admiral betreibt ein dichtes Netz an Standorten und bietet Online-Wetten auf einer eigenen Plattform. Squash-Quoten erscheinen sporadisch im Programm, vor allem wenn ein österreichischer Spieler im Hauptfeld steht.

Verdienst: Wer einen Bookie mit oberösterreichischer Verankerung sucht, hat hier einen Anlaufpunkt. Die Marke steht für ein etabliertes Filialnetz und eine Online-Plattform, die beide aus einer Hand kommen.

Starsportwetten – App mit Bescheid, ohne Land

Die Starbet24 GmbH betreibt die App Starsportwetten. Der Google-Play-Eintrag nennt einen Bescheid vom 8. März 2022, mit dem die behördliche Bewilligung zur Durchführung von Sportwetten im Internet und in stationären Spielstätten erteilt wurde. Welches Bundesland den Bescheid erteilt hat und welche Bescheidnummer genau vorliegt, veröffentlicht der Anbieter nicht. Das ist eine Lücke im Bild: Eine Bewilligung wird beansprucht, aber das Land bleibt offen.

Verdienst: Wer die App nutzt, akzeptiert eine Bewilligung, deren genauen Anker er nicht kennt. Wer auf das Land und die Bescheidnummer Wert legt, fragt beim Anbieter nach, bevor er einzahlt.

Vierklee – Tiroler Buchmacherlizenz

Vierklee nennt im Impressum die Buchmacherlizenz IIa.10.065/144-0 des Amtes der Tiroler Landesregierung und das Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz als Rechtsgrundlage. Online-Wetten sind über Vierklee möglich. Für Neukunden ist ein Bonus bis 100 € angekündigt, konkrete Bonusbedingungen veröffentlicht die Info-Seite nicht.

Verdienst: Die Lizenz ist klar einem Bundesland zugeordnet. Wer eine tiroler Verankerung als Auswahlkriterium hat, hat hier einen Anlaufpunkt; über die genauen Bonusbedingungen erfährt man auf der Seite selbst nichts.

Merkur Bets – Markenwechsel im Juni 2025

Die österreichische Sportwetten-Sparte der Merkur Group ist seit Juni 2025 unter der Marke Merkur Bets unterwegs, zuvor als Cashpoint Sportwetten mit Sitz in Gerasdorf bei Wien. Gegründet wurde das Haus 1996. Eine Landesbewilligung wird genannt, aber das Bundesland und der Bescheid sind nicht im Detail veröffentlicht.

Verdienst: Wer einen Bookie mit langer Historie sucht, findet ihn hier; über die konkrete Bewilligungslage muss man beim Anbieter nachfragen, weil die Veröffentlichung Lücken lässt.

Wildsino – ohne österreichische Bewilligung

Wildsino gehört zu den Marken ohne österreichische Landesbewilligung. Das Sport-Programm umfasst einen wöchentlichen Reload-Bonus, Cashback, Accumulator Boost, Early Payout und „Bore Draw“. Die rechtliche Lage von Wetten bei ausländischen Anbietern ist in Österreich umstritten; eine ausländische Lizenz ersetzt keine österreichische Bewilligung, eine österreichische Selbstsperre greift hier nicht.

Verdienst: Wer das Sport-Programm eines ausländischen Hauses schätzt und die fehlende Inlandbindung in Kauf nimmt, findet hier ein breites Aktionen-Paket. Wer sich an einer österreichischen Selbstsperre orientiert, kann sich auf diese Plattform nicht verlassen.

Dragonia – Anjouan-Lizenz, ohne Bewilligung

Dragonia wirbt mit einem 100-%-Bonus auf die erste Einzahlung bis 100 €, Mindesteinzahlung 20 €. Für österreichische Spieler ist der Höchstbonus mit 200 € angegeben. Die Lizenz, die der Anbieter nennt, ist eine Offshore-Lizenz aus Anjouan; eine österreichische Bewilligung gibt es nicht. Wer bei Dragonia wettet, bewegt sich außerhalb der österreichischen Bewilligungsstruktur und ohne den Schutz des jeweiligen Landesspielerschutzes.

Verdienst: Wer mit hohem Bonus spielt und das höhere Risiko einer ausländischen Plattform akzeptiert, hat hier ein Angebot. Der Hinweis auf das Fehlen einer österreichischen Bewilligung gehört in jede Überlegung.

Hahaspin – Win Top Ltd., Anjouan

Hahaspin wird von Win Top Ltd. betrieben, mit der Anjouan-Lizenz Nr. ALSI-202509029-FI1. Eine österreichische Bewilligung ist nicht ausgewiesen. Die Lizenznummer steht sowohl im Betreiberhinweis als auch in der Copyright-Zeile des Footers. Die Squash-Marktabdeckung ist nicht spezifisch dokumentiert; eine Garantie, dass Squash-Quoten angeboten werden, gibt es nicht.

Verdienst: Wer auf eine konkrete Lizenznummer Wert legt, hat sie hier zweimal dokumentiert. Der Status als ausländischer Anbieter bleibt davon unberührt.

Betway – Malta-Lizenz, ohne Bewilligung

Betway wurde 2006 in Großbritannien gegründet, gehört zur Super Group (an der NYSE notiert als SGHC, seit Jänner 2022) und hat den Hauptsitz in Gżira, Malta. Die Lizenz ist eine MGA-Lizenz aus Malta; eine österreichische Bewilligung ist nicht ausgewiesen. Betway gehört zu den etablierten internationalen Marken, im Squash-Programm ist die Tiefe der Märkte allerdings nicht spezifisch dokumentiert.

Verdienst: Wer einen international bekannten Anbieter mit MGA-Lizenz bevorzugt, hat hier eine bekannte Marke. Die österreichische Spielpause greift nicht, und über das Produkt gibt es keine österreichische Beschwerdestelle.

Wie eine Squash-Wette rechnerisch funktioniert

Eine Wette ist nichts weiter als ein Vertrag über eine Quote und einen Einsatz. Wer 10 € zu einer Quote von 1,90 setzt, erhält im Erfolgsfall 10 € × 1,90 = 19 € zurück, der Nettogewinn ist 19 € − 10 € = 9 €. Verliert die Wette, ist der Einsatz weg, im tipp3-Modell trägt der Anbieter zusätzlich die 5 % Wettgebühr, sodass der Spieler 9,50 € verliert und das Haus 0,50 € als Gebühr selbst abführt.

Was die Marge tatsächlich bedeutet

Bei einer Zwei-Wege-Wette auf einen Squash-Match mit beiden Quoten bei 1,90 beträgt der Quotenschlüssel 95,0 %, die Marge beträgt 5,0 %. Für jeden Euro, der insgesamt auf diese Wette gesetzt wird, behält das Haus etwa 5 Cent. Bei Quoten von 1,85 und 1,85 steigt die Marge rechnerisch auf 7,5 %, was für ein kleineres Programm wie Squash realistisch ist. Die Marge ist das, was die Wette langfristig kostet; sie wird nicht gesondert ausgewiesen, sondern steckt in jeder einzelnen Quote.

Warum die Gebühr nicht in der Marge aufgeht

Die Marge ist der Anteil, den das Haus auf jeden Einsatz einbehält, bevor irgendetwas anderes berechnet wird. Die Wettgebühr ist eine österreichische Abgabe, die der Buchmacher abführt. Bei tipp3 schlägt sie sich auf gewonnene Wetten (5 % vom Gewinn) und wird bei verlorenen Wetten vom Haus selbst getragen. Ein Spieler, der bei tipp3 10 € zu 2,00 setzt und gewinnt, erhält 19 € statt 20 €; die 1 € Gebühr mindert den Gewinn direkt. Die Marge und die Gebühr sind zwei verschiedene Abzüge, die auf unterschiedlichen Ebenen liegen.

Zahlungen, Limits und Auszahlung: was der Alltag kostet

Wer Squash-Quoten spielt, muss einzahlen, setzen, gewinnen und irgendwann auszahlen. Jeder dieser Schritte hat Eigenheiten, die der Buchmacher selbst festlegt.

Einzahlungslimits

tipp3 erlaubt ein wöchentliches Einzahllimit von bis zu 1.950 €; das Einsatzlimit ist auf maximal 10.000 € pro Tag, das Verlustlimit auf maximal 5.000 € pro Woche einstellbar. Eine Limit-Erhöhung wird erst nach 72 Stunden wirksam. win2day setzt ein wöchentliches Limit von 250 € bis zum Alter von 26 Jahren und ein monatliches Limit von 1.680 € ab 26 Jahren. Eine einheitliche österreichische Obergrenze für alle Anbieter gibt es nicht.

Auszahlung und Gebühr bei Gewinn

Die Wettgebühr wird bei tipp3 direkt vom Gewinn abgezogen. Bei ausländischen Anbietern hängt die Behandlung vom jeweiligen Anbieter ab: Manche ziehen die Gebühr vom Gewinn ab, manche preisen sie in die Quote ein, manche tragen sie selbst. Welche Methode ein Anbieter wählt, ergibt sich aus seinen Geschäftsbedingungen, nicht aus dem Gesetz.

Welche Zahlungsmethoden üblich sind

Eine österreichische Sonderregelung zu Zahlungsmethoden bei Sportwetten gibt es nicht. Welche Methoden ein Anbieter akzeptiert, ist seine Sache. Die Bandbreite bei österreichischen Bookies umfasst üblicherweise Banküberweisung, Kreditkarte, EPS, paysafecard und Teils SOFORT; ausländische Anbieter akzeptieren zusätzlich oft E-Wallets und Kryptowährungen. Wer mit einem bestimmten Zahlungsmittel einzahlen will, prüft das im Kassenbereich des Anbieters.

Wer in Österreich Squash wettet, hat vor allem drei Rechnungen zu bezahlen

Die eine ist die Marge, die in jeder Quote steckt und die bei Squash tendenziell höher liegt als bei Mainstream-Sportarten. Die zweite ist die Wettgebühr von 5 %, die seit April 2025 auf jeden Einsatz erhoben wird und die bei tipp3 direkt vom Gewinn abgezogen wird. Die dritte ist die fehlende oder vorhandene Inlandbindung: Eine Bewilligung eines Bundeslandes bringt die Aufsicht dieser Behörde mit, eine Selbstsperre, die der Anbieter umsetzt, und einen klaren Weg zur Beschwerde; ein ausländischer Anbieter bringt das alles nicht.

Für einen Tipper mit kleinem Budget ist die Inlandbindung praktisch der wichtigste Faktor: Die österreichische Selbstsperre, die nur Inland-Bookies umsetzen, ist das einzige Werkzeug, das tatsächlich funktioniert. Wer auf squash wetten will und das gelegentlich macht, ist mit tipp3 oder win2day versorgt. Wer internationale Marken gewohnt ist, akzeptiert die ausländische Lizenz und das höhere Risiko. Wer den höchsten Bonus will, bezahlt dafür mit der fehlenden Inlandanbindung.

Häufige Fragen

Wie läuft eine Wette auf Squash vom Einsatz bis zur Auszahlung ab?

Der Tipper wählt einen Bookie, eröffnet ein Konto, zahlt ein und sucht das Squash-Match im Wettprogramm. Er wählt Markt und Quote, gibt den Einsatz ein und bestätigt den Wettschein. Gewinnt die Wette, wird der Bruttogewinn (Einsatz × Quote) ausgezahlt, bei tipp3 abzüglich 5 % Wettgebühr. Die Auszahlung erfolgt auf das hinterlegte Zahlungsmittel, bei Selbstsperre wird das Restguthaben auf das verknüpfte Bankkonto überwiesen.

Wer erteilt in Österreich die Bewilligung für Sportwetten, und gilt sie bundesweit?

Die Bewilligung erteilt die Landesregierung des Bundeslandes, in dem der Anbieter die Wette vermittelt. tipp3 und win2day nennen die NÖ Landesregierung (Bescheid vom 10.12.2020), Admiral die OÖ Landesregierung, Vierklee die Tiroler Landesregierung. Es gibt keine nationale Lizenz und kein nationales Wettregister; die Bewilligung gilt im ausstellenden Bundesland.

Wie wird der mögliche Gewinn aus Einsatz und Quote berechnet?

Der Bruttogewinn ist Einsatz × Quote. Bei 10 € Einsatz und einer Quote von 2,50 ergibt das 25 € brutto, der Nettogewinn ist 15 €. Bei tipp3 werden von diesem Nettogewinn 5 % Wettgebühr abgezogen, sodass im genannten Beispiel 0,75 € Gebühr anfallen und der Auszahlungsbetrag 24,25 € beträgt. Bei Kombiwetten multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Tipps zu einer Gesamtquote.

Was bedeutet die Marge, die in jeder Quote eines Buchmachers steckt?

Die Marge ist der Anteil, den das Haus von jedem eingesetzten Euro einbehält. Bei einer Zwei-Wege-Wette mit beiden Quoten bei 1,90 ergibt sich rechnerisch ein Quotenschlüssel von 95,0 % und eine Marge von 5,0 %. Bei Quoten von 1,85 / 1,85 steigt die Marge rechnerisch auf 7,5 %. Die Marge ist der Preis, den der Tipper langfristig zahlt; sie ist in jeder einzelnen Quote enthalten und wird nicht separat ausgewiesen.

Seit wann beträgt die Wettgebühr 5 % des Einsatzes, und wer schuldet sie?

Die Wettgebühr beträgt seit dem 1. April 2025 5 % des Wetteinsatzes, geregelt in § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG in der Fassung von BGBl. I Nr. 7/2025. Zuvor lag der Satz seit 1. Oktober 2005 bei 2 Prozent. Die Gebühr schuldet, wer die Wette gewerblich abschließt oder vermittelt, also der Buchmacher; ob er sie auf den Gewinn schlägt oder selbst trägt, hängt von seinem Geschäftsmodell ab.

Gibt es in Österreich eine bundesweite Selbstsperre für Sportwetten?

Eine bundesweite Selbstsperre für Sportwetten gibt es nicht. Die Selbstsperre gilt je Anbieter und je Bundesland; wer bei einem Anbieter gesperrt ist, kann bei einem anderen weiterspielen. Die Glücksspielreform 2026 plant ein Sperrregister, aber nur für Glücksspiele unter dem GSpG, Sportwetten sind ausdrücklich ausgenommen. Wer sich sperren lassen will, muss das bei jedem Anbieter einzeln beantragen.

Inhalt erstellt vom Team «Wettanbieter ohne Wettsteuer»